19 March 2026, 16:32

Boryszew Kunststofftechnik schließt beide Werke – 400 Jobs in Sachsen-Anhalt betroffen

Eine detaillierte industrielle Zeichnung mit einer großen Maschine in der Mitte einer Fabrik, umgeben von verschiedenen Geräten, Strukturelementen und einer Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana".

Kein Investor: Auto-Zulieferer Boryszew stoppt Produktion - Boryszew Kunststofftechnik schließt beide Werke – 400 Jobs in Sachsen-Anhalt betroffen

Boryszew Kunststofftechnik, ein großer Zulieferer der Automobilindustrie in Sachsen-Anhalt, stellt bis Ende 2023 den Betrieb ein. Die Entscheidung folgt auf monatelange finanzielle Schwierigkeiten und die gescheiterte Suche nach neuen Investoren. Die Belegschaft an zwei deutschen Standorten wurde diese Woche über die Schließung informiert.

Das Unternehmen, das sich auf Innenraumkomponenten für die Volkswagen Gruppe spezialisiert hat, meldete im März 2025 Insolvenz an. Anhaltende Probleme in der deutschen Automobilbranche machten eine Erholung unmöglich. Der Insolvenzverwalter Silvio Höfer bestätigte, dass kein langfristiger Investor gewonnen werden konnte.

Sowohl das Werk in Gardelegen mit 330 Beschäftigten als auch der Standort in Idar-Oberstein mit rund 100 Mitarbeitern werden die Produktion einstellen. Höfer nannte die "anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen" in der Branche als Hauptgrund für die Schließung. Trotz Bemühungen um eine Stabilisierung des Unternehmens fehlten zukünftige Aufträge, sodass keine tragfähigen Optionen blieben.

Boryszew zählte zu den größten Zulieferern in Sachsen-Anhalt, doch der allgemeine Abschwung in der Automobilproduktion erwies sich als zu schwerwiegend. Konkrete Daten zu aktuellen Nachfragentrends bei Innenraumkomponenten lagen nicht vor.

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Durch die Stilllegung verlieren bis Jahresende über 400 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze. Die Produktion wird vollständig heruntergefahren, was das Ende von Boryszews Aktivitäten in Deutschland markiert. Der Zusammenbruch des Unternehmens spiegelt die wachsenden Belastungen wider, denen die deutsche Automobil-Zulieferkette ausgesetzt ist.

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