31 March 2026, 16:32

Brandenburg revolutioniert Hochschulberufungen mit Rekordtempo und weniger Bürokratie

Schwarzes und weißes Porträt von Johann Georg Busch, einem Professor in Hamburg, der einen Mantel trägt, mit Text unten.

Brandenburg revolutioniert Hochschulberufungen mit Rekordtempo und weniger Bürokratie

Die Landesregierung Brandenburgs hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Hochschulberufungen beschleunigen und Bürokratie abbauen soll. Mit den Reformen will das Land bundesweit eine Vorreiterrolle bei der Effizienz akademischer Berufungsverfahren einnehmen. Zudem sollen die Zulassung von Studierenden vereinfacht und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Hochschulen gestärkt werden.

Das neue Gesetz zielt darauf ab, die Dauer von Professurenberufungen zu halbieren. Bisher dauert das Verfahren zwischen 12 und 24 Monate – künftig soll es auf 6 bis 12 Monate verkürzt werden. Gelingt dies, hätte Brandenburg die schnellsten Berufungsverfahren für Professoren in ganz Deutschland.

Die Hochschulen erhalten darüber hinaus dauerhaft mehr Entscheidungsbefugnis bei der Einstellung und Beförderung von Professoren. Diese Änderung setzt eine Vereinbarung aus dem Jahr 2025 zwischen dem Land, der Universität Potsdam und der Hasso-Plattner-Stiftung um. Matthias Barth, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, bezeichnete die Reformen als "große Chance", die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen zu steigern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Besonders profitieren wird das Hasso-Plattner-Institut (HPI). Die dahinterstehende Stiftung plant den Bau eines neuen Campus in Potsdam und will die Rolle des Instituts ausbauen. Ziel ist es, das HPI zum führenden europäischen Zentrum für digitale Wissenschaften zu entwickeln.

Die Reformen vereinfachen nicht nur akademische Berufungsverfahren und stärken die Autonomie der Hochschulen. Schnellere Berufungen und vereinfachte Zulassungen könnten Brandenburg auch für Studierende und Forscher attraktiver machen. Gleichzeitig unterstützen die Änderungen das Wachstum des Hasso-Plattner-Instituts als zentraler Akteur in der digitalen Bildung.

Quelle