Bundesnetzagentur entwarnt: Gasspeicherstände steigen – keine Versorgungsrisiken in Sicht
Joseph KreuselBundesnetzagentur entwarnt: Gasspeicherstände steigen – keine Versorgungsrisiken in Sicht
Deutschlands Gasspeicherstände steigen – Bundesnetzagentur entwarnt
In den vergangenen zwei Wochen sind die Gasspeicherstände in Deutschland um drei Prozentpunkte gestiegen. Die Bundesnetzagentur hat nun Bedenken hinsichtlich Versorgungsengpässen zurückgewiesen und betont, es bestehe kein Grund zur Beunruhigung. Der Präsident der Behörde, Klaus Müller, unterstrich, dass Panikmache wegen der Gasreserven in diesem Jahr unnötig sei.
Die großen Kavernenspeicher des Landes könnten bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen vollständig gefüllt werden. Müller räumte ein, dass es öffentliche Forderungen nach vollen Speichern bis Mitte Mai gebe, hielt dies jedoch weder für wirtschaftlich sinnvoll noch für technisch erforderlich. Zudem wies er darauf hin, dass nicht nur die Speicherstände, sondern auch die Gashändler eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit spielen.
Die vier Flüssiggas-Terminals (LNG) an Nord- und Ostsee erwiesen sich im vergangenen Winter als entscheidend und entlasteten die herkömmlichen Speicher. Zwar bleiben die Gasreserven wichtig, doch Müller betonte, dass die angespannte Lage der Jahre 2022 und 2023 nicht mehr in gleichem Maße besteht. Die Behörde beobachte die Entwicklung weiterhin, sehe aber keine akuten Risiken.
Seit den früheren Engpässen hat sich die deutsche Gasinfrastruktur angepasst, wobei LNG-Importe zusätzliche Flexibilität bringen. Die Speicherstände steigen stetig, und offizielle Stellen bestätigen, dass es keinen dringenden Bedarf gibt, die Kapazitäten bereits bis Mitte Mai vollständig auszulasten. Dank der gestärkten Resilienz des Systems hängt die Versorgungssicherheit heute nicht mehr allein von den Speicherständen ab.






