NABU stoppt Windpark in Ostprignitz-Ruppin – bedrohte Arten in Gefahr
Artur HofmannNABU stoppt Windpark in Ostprignitz-Ruppin – bedrohte Arten in Gefahr
Pläne für einen Windpark in der Nähe von Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin stoßen auf juristischen Widerstand. Die Naturschutzorganisation NABU hat einen Eilantrag auf Baustopp eingereicht und verweist dabei auf Gefahren für bedrohte Tierarten. Im Mittelpunkt des Streits steht die mögliche Schädigung seltener Vogel- und Fledermausarten in der Region.
Im März hatte das Landesamt für Umwelt die Errichtung von elf Windkraftanlagen in Wittstock/Dosse genehmigt. Das Gelände in der Nähe der Wittstock-Ruppiner Heide ist ein wichtiger Lebensraum für die stark gefährdete Breitflügelfledermaus. Der NABU warnt, dass die Anlagen diese geschützten Tiere töten könnten.
Auch Seeadler, eine weitere geschützte Art, haben ihre Nester etwa 700 Meter vom geplanten Windpark entfernt. Am 20. April leitete der NABU rechtliche Schritte ein und reichte beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einen Eilantrag ein. Zudem fordert die Organisation die Umsiedlung eines Mäusebussard-Nestes, das sich genau dort befindet, wo die Baukrane eingesetzt werden sollen.
Nun muss das Gericht über den NABU-Antrag entscheiden, der den Stopp des Windparkprojekts zum Ziel hat. Sollte der Eilantrag Erfolg haben, könnte dies zu Verzögerungen oder sogar zum Baustopp führen. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Windräder gebaut werden dürfen oder ob zusätzliche Umweltschutzauflagen erlassen werden.






