CDU-Politiker Bommert löst mit NS-Video und Wehrmacht-Aufnahmen Empörung aus
Lilian BarthCDU-Politiker Bommert löst mit NS-Video und Wehrmacht-Aufnahmen Empörung aus
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Brandenburger Landtag, hat mit der Veröffentlichung eines Videos von einer historischen Veranstaltung für Aufsehen gesorgt. Auf den Aufnahmen waren restaurierte Fahrzeuge der Wehrmacht sowie Teilnehmer in Uniformen aus der NS-Zeit zu sehen. Der Vorfall reiht sich in frühere Kritik an Bommert ein, der bereits wegen eines WhatsApp-Status mit Bezügen zu politischen Persönlichkeiten in die Schlagzeilen geriet.
Das Video, das Enthusiasten auf historischen Wehrmacht-Motorrädern zeigte, war zunächst online gestellt worden, bevor Bommert es wieder löschte. Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz distanzierte sich umgehend von den Inhalten und bezeichnete sie als "unangemessen". Er kündigte eine interne Prüfung des Falls sowie ein persönliches Gespräch mit Bommert an.
Nicht zum ersten Mal steht Bommert wegen fragwürdiger Äußerungen in der Kritik. Bereits in einem früheren Vorfall hatte er einen Rüffel der Partei erhalten, nachdem er in einem WhatsApp-Status seine "Lieblingspolitiker" aufgelistet hatte. Damals begnügte sich die CDU mit einer Verwarnung, verzichtete auf weitere Konsequenzen und beließ ihn in seinen Ämtern.
Angesichts der aktuellen Kontroverse trat Bommert nun als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück. Die CDU-Fraktion bestätigte, den Vorfall intern aufarbeiten zu wollen, kündigte jedoch noch keine weiteren disziplinarischen Maßnahmen an.
Die Affäre fügt sich in eine Reihe von Vorfällen ein, bei denen Bommert durch politisch brisantes Verhalten auffiel. Die interne Prüfung der CDU soll klären, ob weitere Schritte folgen. Bisher beschränken sich die Konsequenzen auf seinen Rückzug aus der Ausschussvorsitzenden-Rolle.






