22 April 2026, 04:24

CDU-Streit eskaliert: Radtke greift Söder und Spahn scharf an

Detailierte alte Karte von Weimar, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text.

CDU-Streit eskaliert: Radtke greift Söder und Spahn scharf an

Andreas Radtke, Stellvertreter des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, hat jüngste Äußerungen aus den Reihen der Partei und ihres CSU-Bündnispartners scharf kritisiert. Seine Stellungnahme erfolgte nach Markus Söders Vorstoß zur Reform des Kündigungsschutzes sowie den umstrittenen Aussagen von Jens Spahn in einer Talkshow. Radtke argumentierte, die Wähler verlangten heute klare Lösungen statt innerparteilicher Grabenkämpfe.

Söders Forderung nach Arbeitsmarktreformen wies Radtke als Ablenkungsmanöver zurück. Er betonte, Unternehmen hätten mit weit dringlicheren Problemen zu kämpfen – darunter hohe Energiekosten, instabile Lieferketten, Fachkräftemangel und überbordende Bürokratie.

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Auch Spahns Auftritt bei Caren Miosga verurteilte Radtke als "katastrophal". Die Kritik spiegelt eine wachsende Verärgerung innerhalb der Union über jüngste Fehltritte und einen wahrgenommenen Führungsmangel wider.

Der stellvertretende Parteichef räumte ein, dass die schlechten Umfragewerte der Union auf eine Reihe von Versäumnissen zurückzuführen seien. Wichtige Wahlversprechen seien nicht eingelöst worden, während manche internen Debatten mittlerweile jedem gesunden Menschenverstand spotteten, so Radtke. Unterdessen nutze die AfD die öffentliche Unzufriedenheit aus, indem sie sich als Krisenpartei inszeniere.

Radtke fügte hinzu, dass die Migrationsdebatte zum Sündenbock für tiefere Frustrationen geworden sei. Viele Wähler machten sie für grundlegendere Probleme in Deutschland verantwortlich – und übersehen dabei andere drängende Herausforderungen.

Die CDU/CSU bleibt in den Umfragen weiter auf Talfahrt, wobei Radtke auf unerfüllte Erwartungen und interne Zerrissenheit verweist. Seine Äußerungen deuten darauf hin, dass die Partei sich auf pragmatische Politik konzentrieren muss, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. Ohne klarere Führung, warnte er, riskiere die Union weitere Verluste an konkurrierende Kräfte.

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