Dermapharm stärkt Aktienkurs mit milliardenschwerem Rückkaufprogramm
Artur HofmannDermapharm stärkt Aktienkurs mit milliardenschwerem Rückkaufprogramm
Dermapharm stabilisiert Aktienkurs durch Rückkaufprogramm
Der deutsche Pharmakonzern Dermapharm hat ein Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen, um seinen Börsenkurs zu stützen. Die Maßnahme folgt auf Jahre der Stagnation, nachdem der Aktienkurs während der Pandemie zeitweise stark gestiegen war. Gründer Wilhelm Beier hält auch nach dem Börsengang 2018 weiterhin fast 80 Prozent des Unternehmens.
Dermapharm ging 2018 an die Börse, wobei Beier die Mehrheit behielt. Der Aktienkurs kletterte 2021 auf bis zu 90 Euro – angetrieben durch die Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. Seitdem hatte sich der Kurs jedoch kaum bewegt, bis das Unternehmen nun aktiv wurde.
Das Rückkaufangebot lag bei 42 Euro pro Aktie – ein Aufschlag von 10 Prozent auf den damaligen Börsenkurs. Aktionäre konnten bis zu 4,3 Millionen Aktien andienen, was knapp 8 Prozent des Grundkapitals von Dermapharm entspricht. Am Ende wurden rund 4,8 Millionen Aktien eingereicht, wobei die Zuteilung anteilsmäßig angepasst wurde.
Neben dem Kerngeschäft hat Dermapharm durch Übernahmen expandiert, darunter Strathmann (2018), Allergopharma (2020), Arkopharma und C3 (2022) sowie zuletzt Mucos im Jahr 2025. Zur Gruppe gehören zudem Anton Hübner, Euromed und eine Beteiligung an Wellster Healthtech. Die Reimport-Tochter Axicorp steckt jedoch in Schwierigkeiten.
Der Rückkauf hat dazu beigetragen, den Aktienkurs nach langer Seitwärtsbewegung zu stabilisieren. Mit einer Geschichte strategischer Zukäufe und einer starken gründergeführten Struktur prägt das Unternehmen weiterhin die Zukunft der Pharmabranche. Die erfolgreiche Durchführung des Programms markiert einen Schritt zur Steuerung des Aktionärswerts in einem herausfordernden Marktumfeld.






