Deutsche Bahn 2025: Mehr Umsatz, aber weiterhin Milliardenverluste trotz Reformplänen
Joseph KreuselDeutsche Bahn 2025: Mehr Umsatz, aber weiterhin Milliardenverluste trotz Reformplänen
Die Deutsche Bahn hat für das Jahr 2025 gemischte Finanzzahlen vorgelegt: Während Umsatz und operativer Gewinn stiegen, blieb das Unternehmen insgesamt in den roten Zahlen. Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla skizzierte Pläne zur Umstrukturierung des Konzerns für mehr langfristige Stabilität, räumte aber anhaltende finanzielle Herausforderungen ein.
Der Bahnkonzern sieht sich zudem mit Verzögerungen bei Großprojekten konfrontiert, darunter der Knotenpunkt Stuttgart 21, dessen Sanierungsarbeiten sich bis ins nächste Jahrzehnt erstrecken.
Im Jahr 2025 stieg der Umsatz der Deutschen Bahn um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro. Der operative Gewinn verbesserte sich deutlich und legte um 630 Millionen auf 297 Millionen Euro zu. Trotz dieser Fortschritte verbuchte das Unternehmen nach Steuern einen Nettoverlust von 2,3 Milliarden Euro.
Palla führte die finanzielle Belastung unter anderem auf die langwierigen Infrastrukturmodernisierungen zurück, die noch bis 2036 andauern werden. Sie warnte, dass diese Arbeiten voraussichtlich zu sinkenden Erträgen in den kommenden Jahren führen dürften. Um gegenzusteuern, kündigte die Chefin Umstrukturierungsmaßnahmen an, die die Verwaltung schlanker und effizienter machen sollen.
Der Verkauf der Logistiktochter Schenker half zwar, die Schuldenlast zu verringern, doch tiefgreifendere Reformen bleiben notwendig. Pallas Ziel ist es, die Abläufe zu straffen und die langfristige Rentabilität zu sichern. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder drängt unterdessen auf ein separates Maßnahmenpaket, um die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Schienenverkehr zu verbessern.
Palla bestätigte zudem, dass ein neuer Fertigstellungstermin für den Bahnknoten Stuttgart 21 erst im Sommer bekannt gegeben werde. Das bereits seit Jahren verzögerte Projekt bleibt ein zentraler Baustein der langfristigen Unternehmensplanung.
Die Bilanz 2025 der Deutschen Bahn zeigt zwar Fortschritte bei Umsatz und operativem Ergebnis, doch die Verluste halten aufgrund hoher Kosten und ausgedehnter Modernisierungsarbeiten an. Durch Umstrukturierungen und Vermögensverkäufe soll die Finanzlage stabilisiert werden, doch Großprojekte wie Stuttgart 21 bleiben von Verzögerungen betroffen. Die nächsten Schritte des Konzerns hängen sowohl von internen Reformen als auch von staatlich unterstützten Maßnahmen zur Stärkung des Schienennetzes ab.






