29 March 2026, 00:24

Deutsche Industrie im Umbruch: Wachstumsbranchen boomen – doch die Autoindustrie leidet unter China-Krise

Schwarzes und weiße Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pölzen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Deutsche Industrie im Umbruch: Wachstumsbranchen boomen – doch die Autoindustrie leidet unter China-Krise

Deutsche Industrie im Wandel: Wachstumsbranchen dominieren – doch die Autoindustrie kämpft

Die deutsche Industrie verändert sich rasant: Immer mehr Unternehmen setzen auf hochwertige Produkte mit starker Nachfrage. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass 76 Prozent der industriellen Produktion aus Sektoren stammen, die in den vergangenen fünf Jahren ein wachsendes Marktinteresse verzeichnen. Dennoch bleiben Herausforderungen – insbesondere in der Automobilbranche, wo die Exporte nach China eingebrochen sind.

Drei unabhängige Studien des ifo Instituts, des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Bertelsmann Stiftung widerlegen die These einer flächendeckenden Deindustrialisierung. Stattdessen belegen sie einen strukturellen Wandel hin zu Innovation und Wachstum. Selbst traditionelle Branchen wie die Metallverarbeitung oder die Chemieindustrie setzen mittlerweile stark auf gefragte Spitzenprodukte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Eine Ausnahme bildet die Autoindustrie. Die deutschen Pkw-Exporte nach China haben sich seit 2018 halbiert und lagen 2024 bei nur noch 1,37 Millionen Fahrzeugen – ein Rückgang um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen für Januar 2025 zeigen mit 90.000 ausgelieferten Fahrzeugen sogar einen Einbruch um 50 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Gründe für den Absturz sind der harte Wettbewerb durch chinesische Elektroautos, die wirtschaftliche Abkühlung, schwache Verbraucherstimmung und die Immobilienkrise in China.

Oliver Falck vom ifo Institut blickt dennoch optimistisch auf die allgemeine Industrieentwicklung. Er plädiert dafür, dass die Politik Innovation fördern sollte, statt veraltete Strukturen zu schützen. Ein möglicher Lösungsansatz sieht vor, Produkte in Deutschland zu entwickeln, die Produktion aber ins Ausland zu verlagern – unterstützt durch bessere Kapitalmärkte, Steueranreize und flexiblere Regulierungen.

Die Daten deuten darauf hin, dass sich die deutsche Industrie erfolgreich anpasst und die meisten Branchen heute von wachstumsstarken Produkten getragen werden. Doch die Probleme der Autoindustrie in China zeigen, wie dringend gezielte Strategien nötig sind. Ohne politische Kurskorrekturen könnte sich die Kluft zwischen prosperierenden Sektoren und denen im Abschwung weiter vertiefen.

Quelle