Düngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen um ihre Ernte im Frühling
Joseph KreuselDüngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen um ihre Ernte im Frühling
Deutsche Landwirte kämpfen mit explodierenden Düngemittelkosten – gerade zur Aussaat im Frühling
Eine neue Umfrage soll die Reaktionen der Bauern auf die drastischen Preissprünge erfassen, die viele daran hindern, sich lebenswichtige Nährstoffe für ihre Felder zu leisten.
Die Preise für wichtige Düngemittel sind in den letzten Wochen stark angestiegen: Kalkammonsalpeter (CAN) kostet mittlerweile 440 Euro pro Tonne – im Vergleich zu 377 Euro im Vormonat. Ammonnitrat-Kalk (AHL) ist auf 413 Euro pro Tonne geklettert (zuvor: 364 Euro). Den größten Anstieg verzeichnet granulierter Harnstoff, der mit 694 Euro pro Tonne zu Buche schlägt (Vorperiode: 553 Euro).
Hinter dem Preisschub stehen Lieferengpässe durch den Krieg im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus, einer entscheidenden Schifffahrtsroute. Landwirte, die frühzeitig Vorräte eingekauft haben, sind im Vorteil – doch viele gehen die Bestände nun aus. Da Wintergetreide in eine kritische Wachstumsphase tritt, könnte eine Reduzierung der Düngung Erträge und Qualität beeinträchtigen.
Ein Umstieg auf stickstoffeffiziente Kulturen wie Soja kommt für die meisten nicht infrage. Stattdessen sparen einige Bauern bei Düngemitteln, riskieren damit aber geringere Ernten und schwächere Erträge. Der Preisschock trifft die Branche zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: In der Aussaatphase müssen Landwirte harte Entscheidungen treffen. Ohne ausreichend Nährstoffe drohen Ernteausfälle – und damit finanzielle Verluste für das kommende Jahr.






