30 April 2026, 08:27

Edeka rettet 200 Tegut-Filialen – doch das Kartellamt hat das letzte Wort

Schwarzes und weißes Foto eines belebten Berliner Markts mit Menschen, Gemüsewagen, Schirmen und Gebäuden im Hintergrund.

Edeka rettet 200 Tegut-Filialen – doch das Kartellamt hat das letzte Wort

Edeka übernimmt 200 Tegut-Filialen nach Migros-Rückzug – Kartellamt muss zustimmen

Die Edeka-Gruppe hat Pläne bekannt gegeben, 200 Märkte der Supermarktkette Tegut zu übernehmen, nachdem sich der schweizerische Konzern Migros aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat. Der Deal steht nun unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Edeka-Chef Markus Mosa betonte die Dringlichkeit einer zügigen Entscheidung, um Filialschließungen und Arbeitsplatzverluste zu vermeiden.

Die geplante Übernahme folgt auf den Rückzug von Migros aus Deutschland, der die Zukunft von Tegut ungewiss gemacht hatte. Mosa versprach, alle 4.500 Mitarbeiter zu übernehmen und den Betrieb an jedem Standort aufrechtzuerhalten – selbst an solchen, die wirtschaftlich schwächer aufgestellt sind. Ohne das Eingreifen von Edeka, so seine Argumentation, müssten viele Filialen schließen, was die lokale Nahversorgung mit Lebensmitteln gefährden würde.

Mosa wies Bedenken zurück, die Expansion von Edeka könnte zu höheren Verbraucherpreisen führen. Stattdessen machte er globale Markenhersteller für steigende Kosten verantwortlich und nannte als Beispiel die Schokoladenprodukte von Nestlé. Der Vorstandsvorsitzende drängte das Kartellamt zu einer beschleunigten Prüfung und warnte, dass Verzögerungen Arbeitsplätze und die Versorgung in den Gemeinden bedrohen könnten.

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Laut Edekas Plänen sollen die bestehenden Tegut-Filialen sowie die Belegschaft erhalten bleiben. Das Unternehmen verpflichtete sich zudem, auch weniger rentable Standorte weiter zu betreiben, um die Versorgung der Anwohner sicherzustellen. Die Übernahme hängt nun von der regulatorischen Freigabe ab – Mosa fordert eine rasche Lösung. Bei einer Genehmigung würde Edeka 200 Märkte übernehmen und Tausende Arbeitsplätze sichern. Ziel des Schritts ist es, Schließungen zu verhindern und die Lebensmittelversorgung in den betroffenen Regionen aufrechtzuerhalten.

Quelle