Fürther Fußballtalente bauen Faschinen für renaturierten Graben in Langenzenn
Artur HofmannFürther Fußballtalente bauen Faschinen für renaturierten Graben in Langenzenn
Nachwuchsfußballer der SpVgg Greuther Fürth engagieren sich für Renaturierungsprojekt in Langenzenn
Junge Fußballer der SpVgg Greuther Fürth haben sich an einem Naturschutzprojekt beteiligt, bei dem ein degradierter Entwässerungsgraben im Spitalwald von Langenzenn renaturiert wurde. Die vom Bayerischen Naturschutzfonds unterstützte Initiative zielte darauf ab, die Wasserspeicherung zu verbessern und die lokale Artenvielfalt zu fördern. Die Spieler brachten Holzpfähle und Reisigbündel an, um den Wasserfluss in dem Gebiet zu verlangsamen.
Das Projekt entstand im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) und dem Fußballverein, die 2024 geschlossen wurde. Der LBV fungiert als offizieller Naturschutzpartner des Clubs und führt regelmäßig Umweltinitiativen durch, um junge Menschen einzubinden. Die aktuelle Aktion ist Teil des übergeordneten „Gewässer-Biotopverbunds Langenzenn“, der sich dem Schutz und der Aufwertung lokaler Wasserläufe widmet.
Die jungen Spieler arbeiteten gemeinsam daran, sogenannte Faschinen – Bündel aus Ästen und Zweigen – quer durch den Graben zu verlegen. Diese Strukturen helfen dabei, Wasser länger im Wald zurückzuhalten, was sowohl Pflanzen als auch Tieren zugutekommt. Zudem schaffen die Faschinen „Trittstein“-Lebensräume für Amphibien und verbessern so die Vernetzung zwischen Wildtierkorridoren.
Helmut Beran, Geschäftsführer des LBV, betonte die Bedeutung von Teamwork – sowohl im Fußball als auch im Naturschutz. Das Projekt zeigt zudem, wie Sportvereine eine Rolle dabei spielen können, das Umweltbewusstsein zu schärfen und junge Menschen zu praktischem Engagement zu motivieren.
Der renaturierte Graben kann nun Wasser effizienter speichern und trägt so zum Erhalt der lokalen Ökosysteme und der Biodiversität bei. Die Zusammenarbeit zwischen dem Fußballverein, dem LBV und der Stadt Langenzenn demonstriert, wie gemeinschaftliches Engagement spürbare Veränderungen bewirken kann. Weitere Projekte im Rahmen der Partnerschaft sollen an diesen Erfolg anknüpfen.






