Gestohlener Maßkrug kehrt nach 50 Jahren ins Hofbräuhaus zurück
Gestohlener Bierkrug kehrt nach einem halben Jahrhundert ins Münchner Hofbräuhaus zurück
Ein entwendeter Bierkrug ist nach fast 50 Jahren ins Münchner Hofbräuhaus zurückgekehrt. Der Maßkrug, den 1976 ein englischsprachiger Tourist mitgenommen hatte, wurde in diesem Jahr zusammen mit einer spät kommenden Entschädigung von 20 Euro zurückgegeben. Solche Vorfälle sind zwar selten, tauchen in der berühmten Bierhalle aber hin und wieder auf.
Der Besucher gestand, den Krug versehentlich nach einem geselligen Abend im Jahr 1976 eingesteckt zu haben. Jahrzehnte später entschied er sich zur Rückgabe und legte 20 Euro als Wiedergutmachung für das lange Versäumnis bei. Das Hofbräuhaus bestätigt, dass ähnlich verspätete Rücksendungen oder Briefe etwa drei- bis viermal jährlich eintreffen.
Die Bierhalle führt zwar keine Statistik über vermisste Krüge, setzt aber auf Sicherheitsvorkehrungen, um Diebstähle zu verhindern. Bereits 2020 hatte eine US-Amerikanerin einen Krug nach 55 Jahren an das Platzl, eine weitere Münchner Bierstätte, zurückgegeben. Die kürzlich eingegangenen 20 Euro fließen nun in die Initiative Bunte Münchner Kindl, die bedürftigen Kindern in der Region hilft.
Obwohl unklar ist, wie viele Krüge über die Jahre verschwunden sind, geht das Hofbräuhaus mit solchen Fällen gelassen und pragmatisch um. Ein offizielles Meldesystem gibt es nicht – doch Rückgaben wie diese zeigen, welche emotionale Verbindung Gäste oft ein Leben lang zu dem historischen Ort behalten.
Die Rückkehr des Kruges nach 50 Jahren fügt dem Hofbräuhaus ein weiteres Kapitel seiner langen Geschichte hinzu. Die bescheidenen 20 Euro kommen nun Kindern in Not zugute. Für die Bierhalle bleiben solche Vorfälle ein kleines, aber unvergessliches Detail im Alltag.