Goslar testet Tempo 30 in Ohlhof – Probeprojekt startet am 9. April
Artur HofmannGoslar testet Tempo 30 in Ohlhof – Probeprojekt startet am 9. April
Goslar führt ab 9. April 2023 ein sechsmonatiges Probeprojekt für Tempo 30 in der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee ein. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Geschwindigkeiten zu reduzieren und die Verkehrssicherheit im Stadtteil Ohlhof zu erhöhen, wo das Tempo in den vergangenen Jahren stärker angestiegen ist als in anderen Stadtteilen. Sowohl Anwohner als auch der Stadtrat unterstützen den Plan nach jahrelangen Klagen über zunehmende Raserei.
Laut Verkehrsdaten stiegen die Durchschnittsgeschwindigkeiten auf den beiden Straßen zwischen 2020 und 2024 um 5 bis 8 km/h – ein Anstieg, der über dem stadtweiten Durchschnitt von 2 bis 4 km/h auf anderen Straßen liegt. Besorgnis über die Sicherheit veranlasste 238 Bürger, eine Petition für verkehrsberuhigende Maßnahmen zu unterzeichnen.
Während der Testphase kommen weder Blitzer noch physische Kontrollen zum Einsatz. Stattdessen setzt die Stadt auf regelmäßige Verkehrserhebungen, um die Einhaltung der neuen Regelung zu überwachen. Das Ziel der Behörden: Die Geschwindigkeiten sollen so weit sinken, dass nicht mehr als 15 Prozent der Fahrer schneller als 36 km/h unterwegs sind – der sogenannte V85-Wert.
Nach den neuen Regeln gilt auf den betroffenen Straßen die "Rechts-vor-Links"-Regelung, sodass Autofahrer Fahrzeugen von rechts Vorfahrt gewähren müssen. Erreicht das Probeprojekt die gesetzten Ziele, könnte die Tempo-30-Zone dauerhaft eingeführt werden. Der Stadtteilverein Ohlhof und der Goslarer Stadtrat unterstützen das Vorhaben gemeinsam.
Der Testlauf beginnt am 9. April und läuft über sechs Monate. Entscheidend für den Erfolg ist, ob sich die Geschwindigkeiten ohne strikte Überwachung auf das angestrebte Niveau reduzieren lassen. Falls sich die Maßnahme bewährt, könnte die niedrigere Höchstgeschwindigkeit langfristig beibehalten werden – zum Nutzen von Sicherheit und Lebensqualität im Stadtteil Ohlhof.






