Grenzkontrolle auf der A12: Polizisten finden Arsenal an Waffen in Auto mit drei Männern
Lilian BarthGrenzkontrolle auf der A12: Polizisten finden Arsenal an Waffen in Auto mit drei Männern
Bundespolizisten haben bei einer routinemäßigen Grenzkontrolle auf der Autobahn A12 einen gefährlichen Waffenfund gemacht. Beamte hielten ein Fahrzeug mit drei Insassen an und entdeckten mehrere Klingenwaffen, eine Schusswaffe sowie weitere verbotene Gegenstände. Der Fund löste Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz aus.
Der Vorfall ereignete sich, als die Beamten in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze auf der A12 ein Auto anhielten. Im Fahrzeug befanden sich ein 35-jähriger Fahrer sowie zwei Mitfahrer im Alter von 20 und 21 Jahren. Einer der Insassen, der 21-Jährige, war den Behörden bereits bekannt.
Bei der Durchsuchung kamen beunruhigende Gegenstände zum Vorschein: ein Schwert, eine Machete, drei Messer, ein Schlagstock, eine Signalpistole, zwei Tierabwehrsprays sowie ein Schlagring. Zudem führten die Männer 12.000 Euro in bar mit sich. Sämtliche Waffen und das Bargeld wurden als Beweismittel beschlagnahmt.
Die vorübergehenden Grenzkontrollen auf der A12, die im Oktober 2023 wieder eingeführt worden waren, wurden aufgrund der steigenden geopolitischen Spannungen bis Herbst 2026 verlängert. Die Kontrollen, die bis zu 30 Kilometer ins Landesinnere reichen können, sollen irreguläre Migration und Schmuggel eindämmen. Auch die polnischen Behörden haben Gegenkontrollen eingerichtet, die voraussichtlich mindestens bis April 2026 aufrechterhalten werden.
Die Maßnahmen beeinträchtigen den täglichen Pendlerverkehr von etwa 13.800 polnischen Berufstätigen, die nach Brandenburg einreisen, sowie den Transit von über 3,5 Millionen Lkw pro Jahr. Durch strengere Zollvorschriften ist der Transport von Kraftstoff nun auf 20 Liter in Kanistern begrenzt – eine Maßnahme gegen sogenannte "Tanktouristen", die Preisunterschiede ausnutzen. Vor Ort mehren sich Beschwerden über willkürliche Kontrollen, etwa in Frankfurt (Oder).
Den drei Männern drohen nun juristische Konsequenzen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffenrecht. Die Polizei ermittelt weiterhin zur Herkunft der Waffen und zum Verwendungszweck des Bargelds. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen der Grenzsicherheit unter den verlängerten Kontrollmaßnahmen.






