11 May 2026, 10:29

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Landesführung

Zwei Frauen an einem Rednerpult mit Mikrofon und angeschlossenem Bildschirm, die einen Blumenstrauß halten, auf einer Grünen Party-Veranstaltung, die die Umwelt nachhaltigkeit diskutieren.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Landesführung

Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben Geschichte geschrieben, indem sie erstmals eine rein weibliche Landesführung gewählt haben. Zudem wurde Katrin Eder zur neuen Fraktionsvorsitzenden bestimmt, nachdem die Partei bei der Landtagswahl im März 7,9 Prozent der Stimmen erreichte.

Obwohl das Ergebnis leicht unter dem vorherigen liegt, markiert es einen Wandel, da die Grünen nach 15 Jahren aus der Landesregierung ausscheiden.

Das neue Führungsteam wurde auf einem jüngst abgehaltenen Parteitag gewählt. Christin Sauer, 33-jährige Stadträtin aus Mainz, wurde mit 63,37 Prozent der Stimmen zur Co-Vorsitzenden gewählt. Seit 2019 ist sie Mitglied des Stadtrats und leitete bis Anfang 2025 den Mainzer Grünen-Kreisverband.

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Carolin Cloos aus Worms ergänzte sie als zweite Co-Vorsitzende mit 72,28 Prozent der Stimmen. Unterdessen übernahm Katrin Eder den Posten der Fraktionsvorsitzenden und äußerte sich trotz des leichten Stimmenrückgangs stolz über das Ergebnis.

Eder hob das Projekt „Schwarmkraftwerk“ als eine zentrale Errungenschaft der Grünen hervor, das ursprünglich vom Mainzer FDP-Politiker Volker Hans initiiert worden war. Die bisherigen Landesvorsitzenden Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill konzentrieren sich nun auf ihre Arbeit als Abgeordnete, nachdem sie von ihren Führungspositionen zurückgetreten sind.

Die Grünen verfügen weiterhin über zehn Sitze im Landtag – weniger als zuvor, bleiben aber eine bedeutende Kraft in der Mainzer Politiklandschaft.

Die neu gewählte, rein weibliche Führung ist ein Novum in der Parteigeschichte. Mit Eder an der Spitze der Fraktion und Sauer sowie Cloos als Co-Vorsitzenden wollen die Grünen ihre Agenda künftig aus der Opposition vorantreiben. Damit endet eine 15-jährige Phase der Regierungsbeteiligung auf Landesebene.

Quelle