05 May 2026, 23:11

"Grüne Ufer": Ein mystisches Liebesdrama verbindet zwei Epochen auf Jekaterinburger Bühne

Ein altes Buchcover mit der Aufschrift "Die Musik der russischen Revolution" mit einem Mann in einem weißen Gewand und einer Frau in einem langen Kleid, die ein Saiteninstrument spielen, umgeben von einem Rahmen, mit einem tiefblauen Hintergrund und Sternen.

"Grüne Ufer": Ein mystisches Liebesdrama verbindet zwei Epochen auf Jekaterinburger Bühne

„Grüne Ufer“: Ein mystisches Liebesdrama zwischen zwei Epochen feiert Premiere in Jekaterinburgs Privatbühne Tvary

Am Tvary, einem privaten Theater in Jekaterinburg, hat kürzlich das Stück Grüne Ufer Premiere gefeiert. Die Inszenierung verwebt eine mystische Liebesgeschichte, die das Leningrad der Sowjetzeit mit dem vorrevolutionären Russland verbindet. Im Mittelpunkt steht eine unmögliche Romanze zwischen einem Schriftsteller der 1980er-Jahre und der längst verstorbenen Sängerin Anastassija Wjalzewa – einst als „Grammophon-Königin“ gefeiert.

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Die Vorlage für das Stück lieferte Gennadi Alexejews gleichnamiger Roman. Alexejew stieß bei Leningrad auf ein verlassenes Herrenhaus, das einst Wjalzewa gehört hatte, einer berühmten Romanzen-Sängerin, die 1908 starb. Diese unheimliche Begegnung inspirierte ihn zu einer Erzählung, in der ein sowjetischer Dichter der 1980er-Jahre auf ihren Geist trifft.

Auf der Bühne schlüpft Jelena Iwanowa in neun verschiedene Rollen, darunter auch in die der Ksenija Brjanzewa, einer weiteren Romanzen-Sängerin jener Zeit. Die Handlung entfaltet sich, als sich der Schriftsteller in Wjalzewa verliebt – trotz des Jahrhunderts, das sie trennt. Regie führte Lilia Bornaschewa, die den Roman adaptierte und ihn als eines der gelungensten Werke der Fantasyliteratur über parallele Welten bezeichnet.

Das Stück verzichtet auf ein klassisches Happy End. Stattdessen bleibt beim Publikum die beklemmende Idee zurück, dass erst der Tod, nicht das Leben, die Liebenden vereint hat.

Grüne Ufer holt eine vergessene historische Figur auf die Bühne zurück. Die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Fantasie bietet eine einzigartige Perspektive auf eine unsterbliche Liebe. Die Aufführungen laufen weiterhin am Tvary, wo das Publikum diese ungewöhnliche Geschichte in einem intimen Rahmen erleben kann.

Quelle