Heidenheims Abstiegskampf wird dramatisch: 13. Spiel ohne Sieg gegen Frankfurt
Lilian BarthHeidenheim Frustration Nach Abseits-Pech: 'Wahnsinn' und 'Blödsinn' - Heidenheims Abstiegskampf wird dramatisch: 13. Spiel ohne Sieg gegen Frankfurt
1. FC Heidenheim erleidet im Abstiegskampf nächsten Rückschlag nach 0:1 gegen Eintracht Frankfurt
Die Niederlage gegen die Frankfurter ist bereits die 13. Partie in Folge ohne Sieg für Heidenheim und verschärft die Abstiegssorgen: Mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz rückt der Klassenerhalt in weite Ferne. Trainer Frank Schmidt kritisierte nach dem Spiel sowohl die Schiedsrichterleistungen als auch die defensiven Patzer seiner Mannschaft.
Die Heidenheimer gingen mit einer defensiv ausgerichteten Taktik in die Partie, setzten auf lange Bälle und schnelle Konter. Die Statistik unterstreicht diesen Ansatz: Mit 1.132 langen Pässen führen sie die Liga an, der Ballbesitz liegt bei nur 41,4 Prozent, und ihre defensivste Feldspielerposition befindet sich im Schnitt 31,72 Meter vom gegnerischen Tor entfernt – ligaweit der niedrigste Wert. Trotz einer kompakten Defensivformation gelang es ihnen jedoch nicht, in der ersten Halbzeit klare Torchancen herauszuspielen.
Der Wendepunkt kam, als Sirlord Contehs Tor wegen einer hauchdünnen Abseitsposition aberkannt wurde. Die Wiederholungen zeigten, dass der Stürmer nur Millimeter vor dem letzten Abwehrspieler stand. Conteh bezeichnete das halbautomatische System daraufhin als "völligen Unsinn". Schmidt, zwar verärgert, verteidigte zwar die Technologie, nannte die Entscheidung aber "irrsinnig".
Auch die zahlenmäßige Unterlegenheit Frankfurts nach der Roten Karte gegen ihren Kapitän brachte Heidenheim keinen Vorteil. Die Mannschaft scheiterte daran, die Überzahl auszunutzen, und Schmidt machte später inkonsistentes Defensivverhalten für den Frankfurter Siegtreffer verantwortlich. Die Unfähigkeit, einen geschwächten Gegner zu brechen, unterstrich einmal mehr die anhaltenden offensiven Probleme des Teams.
Mit der Niederlage vertieft sich Heidenheims Abstiegskrise: Der Vorsprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt nun zehn Punkte. Die Strategie, auf defensive Stabilität und Konterfußball zu setzen, hat in der sieglosen Serie kaum Früchte getragen. Ohne eine deutliche Leistungssteigerung scheint der Verbleib in der Bundesliga immer unwahrscheinlicher.