Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf Gehaltserhöhung bis 2025
Joseph KreuselHettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf Gehaltserhöhung bis 2025
Tausende Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine geplante Gehaltserhöhung zu verschieben. Die Entscheidung fällt in eine Phase finanzieller Schwierigkeiten des Unternehmens. Über 90 Prozent der Mitarbeiter stimmten dem Vorschlag zu, die Erhöhung um ein Jahr aufzuschieben.
Ursprünglich sollte die Lohnerhöhung zum 1. April in Kraft treten und die Gehälter um 3,1 Prozent steigen. Nach der neuen Vereinbarung müssen die Beschäftigten nun zwölf weitere Monate auf die Anpassung warten. Durch die Verzögerung spart Hettich mehrere Millionen Euro.
Die IG Metall übt scharfe Kritik an dem Schritt und wirft dem Unternehmen vor, die Belegschaft unter Druck gesetzt zu haben. Hettich weist diese Vorwürfe zurück und betont, den Prozess stets transparent gestaltet zu haben. Für die Beschäftigten bedeutet die Verschiebung einen Ausfall von mehr als 1.000 Euro pro Person im kommenden Jahr.
Hettich ist weltweit aktiv, gibt jedoch keine genauen Zahlen zur Mitarbeiterzahl oder zu wichtigen Produktionsstandorten außerhalb Deutschlands bekannt. Der Lohnstopp bleibt bis April 2025 bestehen. Bis dahin gelten die aktuellen Gehaltsbedingungen, während das Unternehmen seine Finanzen stabilisieren will. Die Maßnahme betrifft nahezu alle Beschäftigten in den verschiedenen Unternehmensbereichen von Hettich.






