05 May 2026, 12:23

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verstrickungen eines Kampfsportstudios

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder und Plakate vor einem Gebäude während einer Demonstration in Deutschland, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite.

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verstrickungen eines Kampfsportstudios

Hunderte Demonstranten gingen am Samstag in Halle auf die Straße, um gegen ein örtliches Kampfsportstudio zu protestieren, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung forderte die Schließung der Gladiator Fight Academy. Die Angaben zur Teilnehmerzahl variierten: Die Veranstalter sprachen von 300 Teilnehmenden, die Polizei von 170.

Der Protest begann vor Halles Hauptbahnhof und zog anschließend durch das südliche Wohnviertel der Stadt. Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ und marschierten in Richtung des umstrittenen Studios. Ihre zentrale Forderung war die Schließung der Gladiator Fight Academy, die Kritiker als Treffpunkt für rechtsextreme Vernetzung, Rekrutierung und Gebietsbeherrschung anprangern.

Bereits Anfang der Woche hatten die Betreiber des Studios in der nahegelegenen Gemeinde Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series veranstaltet – eine Veranstaltung, die Besucher mit bekannten rechtsextremen Bezügen anzog. Zu den Personen, die mit dem Studio in Verbindung gebracht werden, zählen Christopher Henze, eine Figur aus der Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig, sowie Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt. Auch Hans Krüger, ein Jugendtrainer des Studios und Fan von Energie Cottbus, tritt bei dessen Veranstaltungen an.

Die Demonstration unterstrich die anhaltenden Bedenken gegenüber den mutmaßlichen extremistischen Verstrickungen des Studios. Zwar gingen die Angaben zu den Teilnehmerzahlen auseinander, doch der Protest machte deutlich, wie sehr sich Teile der Bevölkerung gegen die Einrichtung stellen. Die Gladiator Fight Academy bleibt weiterhin wegen ihrer angeblichen Rolle in rechtsextremen Aktivitäten in der Kritik.

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