Kanye Wests Europa-Tournee scheitert an umstrittenen Äußerungen und Einreiseverboten
Artur HofmannKanye Wests Europa-Tournee scheitert an umstrittenen Äußerungen und Einreiseverboten
Die geplanten Konzerte von Kanye West in London und Polen sind aufgrund seiner wiederholten umstrittenen Äußerungen abgesagt worden. Die britische Regierung hat ihm die Einreise verweigert, während polnische Behörden seinen Auftritt in Warschau stornierten. Beide Entscheidungen folgen auf anhaltende öffentliche Kritik an seinen provokativen Aussagen.
Das Warschauer Stadion, das West am 19. Juni hätte empfangen sollen, gab die Absage bekannt, nachdem Kulturministerin Marta Cienkowska seine Ansichten scharf verurteilt hatte. Sie erklärte, sein Verhalten stehe im Widerspruch zu den Werten Polens – insbesondere seine wiederholten antisemitischen Bemerkungen und seine Lobeshymnen auf Adolf Hitler. Auch Großbritannien verweigerte ihm die Einreise und vereitelte damit seinen Auftritt in London.
Trotz der Absagen wird West am 11. Juli 2023 in Tirana, Albanien, auftreten. Das Event soll ein großes Publikum anziehen; die Veranstalter errichten eigens eine temporäre Arena für 60.000 Besucher.
In den letzten Jahren musste West zunehmend mit den Konsequenzen seiner Aussagen leben. Große Marken brachen die Zusammenarbeit mit ihm ab, und viele Fans distanzierten sich nach seinen öffentlichen Äußerungen zu Hassrede. Nun stoßen auch seine jüngsten Tourneeversuche auf Widerstand – sowohl von Regierungen als auch von Veranstaltungsorten.
Die Absagen in Polen und Großbritannien bedeuten einen weiteren Rückschlag für Wests Karriere. Sein verbleibendes Konzert in Albanien wird zwar stattfinden, doch sein Ruf leidet weiterhin unter seiner spaltenden Rhetorik. Die Behörden beider Länder haben deutlich gemacht, dass seine Ansichten dort nicht willkommen sind.






