Kemptens historischer Machtwechsel: Freie Wähler stürzen CSU nach 30 Jahren
Lilian BarthKemptens historischer Machtwechsel: Freie Wähler stürzen CSU nach 30 Jahren
Kempten wählt nach drei Jahrzehnten erstmals neuen Oberbürgermeister
Christian Schoch von den Freien Wählern hat sich in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Thomas Kiechle (CSU) durchgesetzt. Damit endet die jahrzehntelange Vorherrschaft der CSU im Kemptener Rathaus, die 1996 mit Ulrich Netzer begonnen hatte.
Die Stichwahl fand am 22. März 2026 statt, die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent. Schoch siegte mit 55 Prozent der Stimmen klar, während Kiechle auf 45 Prozent kam.
Bisher hatte die CSU das Oberbürgermeisteramt seit 1996 inne, als Ulrich Netzer die bis dahin dominierende SPD ablöste. Kiechles Niederlage markiert nun das Ende von 30 Jahren ununterbrochener CSU-Führung in Kempten.
Mit Schochs Erfolg übernimmt die Partei der Freien Wähler die Verantwortung im Rathaus. Das Wahlergebnis zeigt einen deutlichen Machtwechsel in der Kommunalpolitik. Über gesellschaftliche Hintergründe dieser Entwicklung liegen bisher keine weiteren Berichte vor.






