Koblenzer Agostea-Fans kämpfen um letzte Erinnerungsstücke bei spektakulären Auktionen
Joseph KreuselKoblenzer Agostea-Fans kämpfen um letzte Erinnerungsstücke bei spektakulären Auktionen
Nach der Schließung des ehemaligen Koblenzer Clubs Agostea stürzen sich Fans und Sammler auf die verbleibenden Stücke. Die erste Auktion Ende März stieß auf riesiges Interesse – Käufer aus ganz Europa reisten an, um sich ungewöhnliche Erinnerungsstücke zu sichern. Nun läuft ein zweiter Verkauf mit über 100 weiteren Losen.
Bei der ersten Versteigerung kamen Kuriositäten wie eine Ritterrüstung, eine Slush-Eis-Maschine und andere Club-Devotionalien unter den Hammer. Bieter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz beteiligten sich, rund 50 Personen erschienen persönlich, um ihre ersteigerten Stücke abzuholen. Ein Ingenieur reiste sogar aus Zürich an – in der irrigen Annahme, Koblenz sei die gleichnamige Schweizer Stadt.
Auch lokale Betriebe erwarben Andenken, um das Erbe des Agostea zu bewahren. Markus Rodemerk, Inhaber des Spökes, und Andreas Römer vom Sugar Ray’s ersteigerten Barhocker und andere Gegenstände, um die Erinnerung an den Club in ihren Lokalen lebendig zu halten.
Die zweite Auktion, die noch bis zum 13. Mai läuft, bietet erneut über 100 Objekte an. Zu den Highlights zählen eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und ein Massagetisch. Doch die Zukunft der leeren Agostea-Räume bleibt ungewiss. Zwar wird über ein gastronomisches Konzept diskutiert, konkrete Pläne oder Betreiber stehen jedoch noch nicht fest.
Die Auktionen geben Fans eine letzte Gelegenheit, sich ein Stück Agostea-Geschichte zu sichern. Viele Objekte bleiben in Koblenz und werden in lokalen Bars und Geschäften ausgestellt. Währenddessen ist die langfristige Nutzung des Geländes noch offen – feste Vorschläge gibt es bisher nicht.






