23 March 2026, 10:28

Kriminalität in Nordwest-Niedersachsen sinkt – doch Messerattacken und Cybercrime nehmen zu

Eine dunkle US-Karte, die den prozentualen Anteil an Gewaltverbrechen pro 100.000 Einwohner in jedem Bundesstaat anzeigt, mit zusätzlichen Datendetails unten.

Kriminalität in Nordwest-Niedersachsen sinkt – doch Messerattacken und Cybercrime nehmen zu

Kriminalitätsstatistik für Nordwest-Niedersachsen: Rückgang 2025 – aber Zunahme bei Messer- und Cyberkriminalität

Die Kriminalitätsrate im nordwestlichen Niedersachsen ist 2025 weiter gesunken: Die Gesamtzahl der Straftaten verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 %. Insgesamt wurden 81.539 Delikte registriert – ein langfristiger Rückgang um 23.000 Fälle innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte. Dennoch nahmen bestimmte Straftaten wie messerbezogene Gewaltdelikte und Cyberkriminalität spürbar zu.

Die allgemeine Sicherheitslage in der Region blieb stabil, das Niveau der öffentlichen Sicherheit hoch. Dennoch erschütterten zwei mutmaßliche Tötungsdelikte im häuslichen Umfeld die Region Osnabrück. Die Fallzahlen bei häuslicher Gewalt blieben mit 4.893 Fällen auf einem "anhaltend hohen Niveau", wie es hieß.

Gewaltkriminalität bleibt zentrales Problem Mit 14.568 Straftaten im Jahr 2025 blieb Gewaltkriminalität ein zentraler Schwerpunkt. Fast 10.000 davon betrafen Körperverletzungen. Auch messerbezogene Delikte stiegen an und erreichten 438 Fälle.

Die Zahl der Straftaten durch Kinder und Jugendliche sank leicht auf 5.868 und lag damit knapp unter dem Vorjahreswert. Allerdings stieg die Anzahl der Tatverdächtigen unter 14 Jahren, während sie in der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen zurückging.

Cyberkriminalität legte um 40 % zu Zwischen 2021 und 2025 nahm die Cyberkriminalität um rund 40 % zu. Allein in Osnabrück stieg die Fallzahl von 1.200 auf 1.700 – Phishing-Attacken nahmen dabei um 50 % zu. Auch Erpressungstrojaner und Online-Betrug häuften sich. Als Gegenmaßnahmen richtete die Polizei das Kompetenzzentrum Cybercrime Niedersachsen ein, baute Schulungen aus und arbeitete enger mit dem Bundeskriminalamt zusammen. Die Landesregierung investierte 2024 zudem 10 Millionen Euro in Prävention und die Verschärfung von Cyber-Sicherheitsgesetzen.

Fortschritte und Herausforderungen Der Kriminalitätsbericht 2025 zeigt sowohl Erfolge als auch Handlungsbedarf: Zwar sank die Gesamtzahl der Straftaten zum zweiten Mal in Folge, doch Gewalt- und Cyberdelikte erfordern verstärkte Aufmerksamkeit. Die Behörden setzen weiterhin auf gezielte Maßnahmen gegen neue Bedrohungen, während die allgemeine Stabilität in der Region gewahrt bleibt.

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