Landtagswahlen 2026: CDU, SPD und AfD prägen die neue Machtverteilung in Rheinland-Pfalz
Lilian BarthLandtagswahlen 2026: CDU, SPD und AfD prägen die neue Machtverteilung in Rheinland-Pfalz
Nach den jüngsten Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz hat sich die politische Landschaft Deutschlands verschoben. CDU, Grüne, SPD und AfD dominieren nun die regionalen Parlamente und verändern so die Machtverhältnisse. Unterdessen hat die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner ehemalige FDP-Wähler zu breiterer Unterstützung aufgerufen.
In Rheinland-Pfalz brachte die Wahl am 22. März 2026 deutliche Veränderungen: Die CDU erreichte 31 Prozent (39 Sitze), die SPD 28,4 Prozent (32 Sitze). Die AfD legte auf 20 Prozent (24 Sitze) zu, während die Grünen bei 10 Prozent (10 Sitze) blieben. Der Landtag wuchs auf 105 Sitze, doch FDP und Freie Wähler scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde und verloren ihre Vertretung. Daraufhin bildete sich eine große Koalition aus CDU und SPD, die das Land nun regiert.
In Baden-Württemberg blieb die politische Lage stabil. Die Ergebnisse der Wahl von 2021 hielten bis März 2026 an, die grüne-schwarze Koalition bleibt bestehen. Die 154 Sitze im Landtag verteilen sich weiterhin auf Grüne (58), CDU (42), SPD (19), AfD (23) und FDP (12).
Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, rief ehemalige FDP-Anhänger dazu auf, ihre Partei zu unterstützen. Sie verwies darauf, dass der Liberalismus in Baden-Württemberg wie in Rheinland-Pfalz an Einfluss verloren habe. Brantner erinnerte daran, dass bereits der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir ähnliche Appelle an ehemalige FDP-Wähler gerichtet hatte.
In ihren Äußerungen betonte Brantner die Notwendigkeit starker Verteidiger der liberalen Demokratie. Sie warnte, dass das aktuelle politische Klima erhöhte Wachsamkeit gegenüber wachsendem Extremismus und Fragmentierung erfordere.
Während in Rheinland-Pfalz nun eine große Koalition aus CDU und SPD regiert, bleibt die grüne-schwarze Partnerschaft in Baden-Württemberg unverändert. Brantners Aufruf an ehemalige FDP-Wähler spiegelt die wachsende Sorge um den Rückgang des Liberalismus in diesen Regionen wider. Der Aufstieg der AfD in beiden Bundesländern deutet auf eine weitere Verschiebung der politischen Kräfte in Deutschland hin.






