Lörrach erhöht Bibliotheksgebühren – erste Anpassung seit 2017 steht bevor
Joseph KreuselLörrach erhöht Bibliotheksgebühren – erste Anpassung seit 2017 steht bevor
Lörrach passt Bibliotheksgebühren und Nutzungsbedingungen erstmals seit 2017 an
Steigende Kosten und ein erweitertes Angebot haben die Stadt Lörrach dazu veranlasst, die Gebühren und Regeln ihrer Bibliothek zu überarbeiten. Die Änderungen betreffen Mitgliedschaftsbeiträge sowie Ausleihbedingungen. Der Stadtrat wird im kommenden Jahr über die Vorschläge abstimmen.
Höhere Mitgliedschaftsbeiträge, vereinfachte Abrechnung Nach dem neuen Plan steigt der Jahresbeitrag für Erwachsene von 20 auf 25 Euro. Auch ermäßigte Tarife werden angehoben – von 10 auf 13 Euro. Besonders stark erhöhen sich die Kosten für Partner- und Familienkarten: Hier klettert der Preis von 35 auf 45 Euro.
Zudem passen die Verantwortlichen die Gebühren für die Ausleihe einzelner Medien an. Bisher separat berechnete digitale Dienstleistungen sind künftig im Jahresbeitrag enthalten. Die Änderungen sollen die Abrechnung vereinfachen und die gestiegenen Betriebskosten decken.
Modernisierte Nutzungsbedingungen mit mehr Flexibilität Neben den Gebühren werden auch die Ausleihregeln überarbeitet. Leihfristen werden klarer kommuniziert, die Formulierungen modernisiert. Neu ist, dass Nutzer:innen ihre Ausleihdauer künftig zweimal verlängern dürfen – das schafft mehr Spielraum.
Abstimmung im März, Inkrafttreten im April 2026 Der Stadtrat stimmt am 26. März 2026 über die geplante Reform ab. Bei einer Zustimmung treten die neuen Gebühren und Regeln am 15. April 2026 in Kraft. Durch die Anpassungen rechnet die Stadt mit Mehreinnahmen von rund 28.000 Euro pro Jahr.
Kinder und Jugendliche können die Bibliothek weiterhin kostenlos nutzen. Auch das Programm "Bibliothek der Dinge" bleibt bestehen, aktuelle Nutzungszahlen liegen jedoch nicht vor.
Die Erhöhungen und aktualisierten Bestimmungen gelten ab Mitte April 2026 – vorausgesetzt, der Stadtrat billigt die Pläne. Die Änderungen sind die ersten seit fast einem Jahrzehnt und spiegeln die wachsenden Kosten der Bibliothek wider. Der kostenfreie Zugang für junge Nutzer:innen bleibt davon unberührt.






