Mann soll Frauen heimlich in Bahnhofstoilette fotografiert haben
Siglinde WerneckeFrauen heimlich in Toilette fotografiert - Festnahme - Mann soll Frauen heimlich in Bahnhofstoilette fotografiert haben
Ein 36-jähriger Mann muss sich wegen Strafvorwürfen verantworten, nachdem er zwei Frauen angeblich in einer Toilette am Bahnhof fotografiert haben soll. Der Vorfall ereignete sich an einem Sonntagnachmittag im Braunschweiger Hauptbahnhof und löste umgehend polizeiliche Ermittlungen aus. Die Behörden nahmen den Verdächtigen zwei Tage später in Kaiserslautern fest.
Dem Mann wird vorgeworfen, sein Mobiltelefon unter der Trennwand einer Kabine hindurchgeschoben zu haben, um Aufnahmen von einer 18-Jährigen und einer 47-Jährigen zu machen. Eine der Geschädigten bemerkte das verdächtige Verhalten und alarmierte die Bundespolizei.
Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen ein. Am Dienstagabend, gegen den 3. März 2026, wurde der Verdächtige in Kaiserslautern festgenommen. Ein Ermittlungsrichter ordnete am folgenden Morgen die Untersuchungshaft an und brachte ihn in eine Justizvollzugsanstalt.
Bei der Festnahme beschlagnahmte die Polizei einen ausziehbaren Schlagstock sowie das Mobiltelefon des Mannes. Ihm drohen nun zusätzlich verwaltungsrechtliche Konsequenzen wegen des Besitzes der verbotenen Waffe. Nach kurzer Zeit in Untersuchungshaft wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Ermittlungen dauern an; die Behörden werten das beschlagnahmte Telefon als Beweismittel aus. Die Identität des Verdächtigen wurde nicht öffentlich bekannt gegeben. Bei einer Verurteilung müssen ihm Strafen nach deutschem Datenschutzrecht und Waffengesetz drohen.