Mecklenburg-Vorpommern setzt auf grüne Energie und nachhaltigen Tourismus bis 2035
Siglinde WerneckeMecklenburg-Vorpommern setzt auf grüne Energie und nachhaltigen Tourismus bis 2035
Mecklenburg-Vorpommern treibt ehrgeizige Projekte für grüne Energie und nachhaltigen Tourismus voran
Die beiden großen Städte des Bundeslandes, Schwerin und Rostock, haben klare Ziele gesetzt: Innerhalb des nächsten Jahrzehnts wollen sie ihre Emissionen drastisch senken und vollständig auf erneuerbare Energien umsteigen. Aktuelle Entwicklungen umfassen neue Infrastruktur für Wasserstoff, umweltfreundlichere Verkehrsmittel und internationale Anerkennung für historische Wahrzeichen.
Schwerin gilt seit langem als Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien. Bereits seit 2007 versorgt das städtische Versorgungsunternehmen die Fernwärme der Stadt über eine Biogasanlage. Nun entsteht ein neues Geothermie-Kraftwerk, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu verringern. Bis 2035 soll Schwerin seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen decken. Auch der öffentliche Nahverkehr wird umweltfreundlicher: Seit 2020 ersetzen Elektrobusse nach und nach die Dieselmodelle, während die Straßenbahnen bereits mit Ökostrom fahren. In diesem Jahr erhielt das Schweriner Schloss den Status des UNESCO-Weltkulturerbes – ein weiterer Schub für seinen Ruf als kulturelles und nachhaltiges Reiseziel.
Rostock, die größte Stadt der Region, hat sich noch ambitioniertere Ziele gesteckt. Bis 2030 will die Hansestadt ihren gesamten Energiebedarf mit erneuerbaren Quellen decken und die CO₂-Emissionen im Vergleich zu 2010 um 40 Prozent reduzieren. Der Rostocker Hafen arbeitet mit Reedereien zusammen, um die Emissionen durch Landstromanlagen und schadstoffarme Kraftstoffe wie Flüssigerdgas zu senken. Ein zentrales Projekt ist H2GE Rostock, das einen Importterminal für grünes Ammoniak sowie neue Wasserstoff-Pipelines für die Versorgung Ostdeutschlands vorsieht. Auch im nachhaltigen Tourismus gibt es Innovationen: So bietet das Dock Inn in Warnemünde als Hotel aus recycelten Schiffscontainern umweltbewusste Übernachtungen mit maritimem Flair.
Landweit setzt Mecklenburg-Vorpommern auf grüne Reiseangebote, darunter zertifizierte Öko-Hotels und Greensign-ausgezeichnete Unterkünfte – wenn auch die genauen Zahlen für 2023 noch nicht vorliegen. Im Fokus stehen der Ausbau erneuerbarer Infrastruktur und gleichzeitig der Erhalt von Kultur und Natur.
Die Wende hin zu mehr Nachhaltigkeit gewinnt an Fahrt. Schwerin und Rostock investieren in Geothermie, Wasserstoff und Elektromobilität, um ihre Klimaziele zu erreichen. Gleichzeitig stärken die UNESCO-Anerkennung und innovative Tourismusprojekte den Ruf Mecklenburg-Vorpommerns als zukunftsweisendes Reiseziel für grüne Energie und verantwortungsvollen Tourismus.






