19 March 2026, 18:21

Mecklenburg-Vorpommern will gestopptes Ostsee-Stromkabel mit Schweden wiederbeleben

Boote auf Wasser mit Gebäuden, Straßenlaternen, Bäumen und einem Strommast mit Kabeln im Hintergrund.

MV will Pläne für Stromtrasse nach Schweden reaktivieren - Mecklenburg-Vorpommern will gestopptes Ostsee-Stromkabel mit Schweden wiederbeleben

Mecklenburg-Vorpommern drängt auf Wiederbelebung eines gestoppten Energieprojekts zwischen Deutschland und Schweden

Mecklenburg-Vorpommern setzt sich für die Wiederaufnahme eines ins Stocken geratenen Energievorhabens ein, das Deutschland und Schweden verbinden soll. Die geplante Hansa PowerBridge, eine Unterwasser-Stromleitung durch die Ostsee, war im vergangenen Jahr auf Eis gelegt worden, könnte nun aber erneut auf die Tagesordnung kommen. Vertreter der Landesregierung sind überzeugt, dass das Seekabel dazu beitragen würde, Schwankungen bei der Erzeugung erneuerbarer Energien in beiden Ländern auszugleichen.

Die Hansa PowerBridge ist als Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) konzipiert, um Überschussstrom aus Windkraftanlagen in Norddeutschland in Zeiten hoher Produktion nach Südschweden zu leiten. Im Gegenzug könnte Schwedens flexible Wasserkraftkapazität bei steigendem Bedarf Strom nach Deutschland zurückliefern. Beamte in Schwerin betonten, dass die skandinavische Wasserkraft wie ein natürliches Speichersystem fungiere und wetterbedingte Einbrüche bei Wind- und Solarstrom ausgleichen könne.

Abgeordnete des Landtages haben die Bundesregierung und die EU aufgefordert, das Projekt neu zu bewerten. Zudem forderten sie Berlin auf, Gespräche mit Schweden und Norwegen über eine mögliche Fortführung aufzunehmen. Zwar hatten frühere Bedenken unter anderem mögliche kurzfristige Großhandelspreisspitzen in Schweden umfasst – Schätzungen zufolge bis zu 15 Prozent –, doch gehen die Verantwortlichen nun davon aus, dass diese Risiken neu abgewogen werden sollten.

Das Vorhaben war 2024 zunächst aufgegeben worden, doch das wachsende Interesse an grenzüberschreitender Energiezusammenarbeit hat es wieder in den Fokus gerückt. Würde das Projekt reaktiviert, könnte es die Netzstabilität stärken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in beiden Ländern verringern.

Der Vorstoß des Landes, die Verhandlungen wiederaufzunehmen, könnte zu offiziellen Gesprächen zwischen Deutschland, Schweden und Norwegen führen. Bei einer Genehmigung würde die Hansa PowerBridge die Energiesicherheit verbessern und die Integration erneuerbarer Energien unterstützen. Die nächsten Schritte hängen jedoch von der Unterstützung durch Bund und EU für weitere Prüfungen ab.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle