25 March 2026, 02:20

Merz blockiert Steuererhöhungen und setzt auf Entlastungen bis 2026

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit der Aufschrift "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - senkt Steuern für Reiche und große Unternehmen noch weiter."

Merz blockiert Steuererhöhungen und setzt auf Entlastungen bis 2026

Bundeskanzler Friedrich Merz hat klargestellt, dass Steuererhöhungen nicht zur Debatte stehen. In einer aktuellen Stellungnahme betonte er, dass mögliche Änderungen in der Steuerpolitik auf Entlastungen abzielen müssten – nicht auf zusätzliche Belastungen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Regierung die Vorschläge des Finanzministers zu Anpassungen der Einkommensteuer prüft.

Entscheidungen in zentralen Steuerfragen werden in Kürze erwartet. Merz verwies auf ein enges Zeitfenster für Reformen, bevor die legislative Arbeit gegen Ende der Wahlperiode an Tempo verliert.

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Im vergangenen Jahr hat die Regierung bereits mehrere steuerpolitische Maßnahmen auf den Weg gebracht. Ab Januar 2026 steigt die Pendlerpauschale dauerhaft auf 38 Cent pro Kilometer. Gleichzeitig sinkt der Mehrwertsteuersatz für Restaurantmahlzeiten auf 7 Prozent. Bei den Energiekosten sind ab 2026 jährliche Entlastungen von über 10 Milliarden Euro vorgesehen, darunter Senkungen der Netzentgelte und der Stromsteuer. Unternehmen profitieren von einer degressiven Abschreibung von bis zu 30 Prozent für Investitionen in Ausrüstungen zwischen Juli 2025 und Ende 2027. Zudem ist eine schrittweise Senkung der Körperschaftsteuer geplant, die 2028 beginnt und über fünf Jahre hinweg jährlich um einen Prozentpunkt reduziert wird.

Merz räumte ein, dass die steuerpolitischen Zusagen der Koalition erfüllt werden müssten, warnte jedoch, dass Reformvorhaben in der zweiten Hälfte einer Legislaturperiode oft ins Stocken geraten. Er drängte auf zügige Entscheidungen und bezeichnete die Zeit zwischen Ostern und der Sommerpause als entscheidend für die Finalisierung zentraler Weichenstellungen. Neben direkten Steueränderungen regte er an, auch Anpassungen bei den Sozialabgaben zu prüfen, um gezielt bestimmte Einkommensgruppen zu entlasten.

Der Kanzler zeigt sich zurückhaltend, aber offen für die anstehenden Vorschläge des Finanzministers. Er unterstrich, dass Reformen die finanzielle Belastung verringern und nicht erhöhen müssten.

Die steuerpolitischen Pläne der Regierung nehmen nun konkrete Formen an. Entlastungen für Pendler, Unternehmen und Energieverbraucher sind bereits beschlossen. Merz' klare Absage an neue Belastungen bedeutet, dass die anstehenden Beratungen auf Steuersenkungen und nicht auf -erhöhungen ausgerichtet sein werden. Die kommenden Monate werden zeigen, wie weitreichend die Änderungen ausfallen, bevor das legislative Tempo nachlässt.

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