Netanyahus seltsame Videos: Warum das Internet seinen Tod diskutiert
Siglinde WerneckeNetanyahus seltsame Videos: Warum das Internet seinen Tod diskutiert
In den letzten Wochen haben sich in sozialen Medien Gerüchte über den Gesundheitszustand des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu – oder gar über seinen Tod – rasant verbreitet. Die Spekulationen nahmen derart überhand, dass die israelische Regierung den ungewöhnlichen Schritt unternahm, Videos zu veröffentlichen, um zu beweisen, dass er am Leben und bei gutem Gesundheitszustand ist.
Die jüngste Welle an Behauptungen begann, nachdem eine Umfrage von Tuomas Malinen, Professor an der Universität Helsinki, die Diskussionen über Netanyahus Verbleib neu entfacht hatte. Nutzer in sozialen Medien verbreiteten Theorien – von seinem angeblichen Tod bei einem Raketenangriff am 8. März bis hin zu unbestätigten Berichten, sein Privatjet sei in Berlin gestrandet. Andere spekulierten, sein Körper sei verlegt worden oder ein Doppelgänger – oder gar künstliche Intelligenz – werde an seiner Stelle eingesetzt.
Als Reaktion darauf veröffentlichte Netanyahus Büro zwei Videos, um den Gerüchten entgegenzutreten. Am 16. März 2026 zeigte ein Clip den Ministerpräsidenten in einem Café, wo er gezielt seine Hände präsentierte, um Behauptungen zu widerlegen, er besitze sechs Finger. Zwei Tage später erschien ein weiteres Video, in dem Netanyahu neben dem US-Botschafter Mike Huckabee zu sehen war und deutlich sagte: "Ja, Mike, ja, ich lebe." Dennoch wiesen einige Zuschauer auf Veränderungen in seiner Sprechweise und Formulierungen hin, was weitere Zweifel schürte.
Die Spekulationen knüpfen an frühere Berichte an, wonach Netanyahu den damaligen US-Präsidenten Donald Trump einst davon überzeugt habe, ein militärischer Schlag könnte das iranische Regime stürzen. Offizielle Stellungnahmen bringen diese früheren Gespräche jedoch nicht mit den aktuellen Gerüchten in Verbindung.
Die von der israelischen Regierung veröffentlichten Videos sollten den online kursierenden Theorien ein Ende setzen. Doch die Debatte hält an: Nutzer hinterfragen weiterhin angebliche Ungereimtheiten in Netanyahus jüngsten Auftritten. Bisher gibt es keine überprüfbaren Beweise, die die Behauptungen über seinen Tod oder den Einsatz eines Doppelgängers stützen.






