08 April 2026, 04:20

Neuer Zeit-Chef Nils von der Kall will das Magazin radikal umbauen

Schwarzes und weißes Bild eines Mannes in Anzug und Krawatte auf der Titelseite der New York Daily News vom 1. Oktober 1894, umgeben von kleineren Bildern von Menschen, Gebäuden und Text.

Neuer Zeit-Chef Nils von der Kall will das Magazin radikal umbauen

Nils von der Kall übernahm im Februar 2023 die Geschäftsführung der Zeit und löste damit den langjährigen Verleger Rainer Esser ab. Nun steht er vor der Herausforderung, das renommierte deutsche Wochenmagazin durch eine Phase rasanten Wandels in der Medienbranche zu steuern.

Von der Kall bezeichnet seine neue Rolle als "etwas grundlegend anderes" als seine vorherige Position – ein Zeichen für einen Kurswechsel der Publikation. Unter seiner Führung hat die Zeit eine Rekordzahl an Abonnements erreicht. Dennoch sieht er sich mit dem Druck eines schwachen Werbemarkts konfrontiert, der weiterhin auf die finanzielle Performance des Unternehmens lastet.

Er hat deutlich gemacht, dass seine Prioritäten als CEO von denen seines Vorgängers abweichen werden. In den kommenden Wochen plant er, alle zentralen Geschäftsbereiche zu überprüfen, um deren künftige Ausrichtung zu bewerten. Sein Ziel ist es, einen strategischen Kurs zu setzen, der den Erfolg der Publikation weit über das Jahr 2030 hinaus sichert.

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Von der Kall ist überzeugt, dass die Medienbranche einen grundlegenden Wandel durchläuft. Er stellt fest, dass Verlage zunehmend zu der Erkenntnis gelangen: Transformation ist unerlässlich, um qualitativ hochwertigen Journalismus langfristig zu schützen. Sein Ansatz spiegelt diese Dringlichkeit wider, während er die Strukturen der Zeit umgestaltet, um den sich verändernden Herausforderungen zu begegnen.

Die ersten Schritte des neuen Chefs umfassen eine gründliche Analyse der Unternehmensstruktur. Angesichts steigender Abonnentenzahlen, aber belasteter Werbeeinnahmen werden seine Entscheidungen darüber bestimmen, wie sich die Zeit an eine unsichere Medienlandschaft anpasst. Im Mittelpunkt steht dabei, die Zukunft der Publikation zu sichern – ohne Kompromisse bei den journalistischen Standards einzugehen.

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