Niedersachsen stärkt Kommunen mit neuer Projektagentur für Fördergelder
Artur HofmannNiedersachsen stärkt Kommunen mit neuer Projektagentur für Fördergelder
Niedersachsen baut Unterstützung für kleine und mittlere Kommunen aus
Die Landesregierung in Niedersachsen stockt die Förderung für Gemeinden auf, die nach Finanzhilfen suchen. Wie die Staatskanzlei mitteilte, werden 150.000 Euro zusätzlich bereitgestellt, um die bestehende Projektwerkstatt zu einer vollwertigen Projektagentur auszubauen. Damit sollen Kommunen künftig einfacher und effizienter an Fördergelder gelangen.
Die Projektwerkstatt war 2022 ins Leben gerufen und 2025 flächendeckend in Niedersachsen eingeführt worden. Seither haben rund 150 Kommunen ihre Beratungsangebote genutzt. Nun wird sie zur eigenständigen Projektagentur aufgewertet – die Finanzierung ist bis Ende 2027 gesichert.
Die neue Agentur wird kommunale Erfahrungen systematisch auswerten, um Förderverfahren zu vereinfachen. Zudem bietet sie maßgeschneiderte Hilfestellung, damit Anträge besser auf die praktischen Bedürfnisse vor Ort abgestimmt sind. Entwicklungsministerin Melanie Walter betonte, wie wichtig es sei, Fachwissen zu bündeln und Hürden für die lokalen Behörden abzubauen.
Auch Marco Trips, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds (NSGB), unterstrich dieses Ziel: Fördergelder müssten "schneller, transparenter und praxisnaher" bei den Kommunen ankommen. Die gesammelten Erkenntnisse fließen zudem in landesweite Instrumente ein – etwa in die Plattform Förderfinder und das Niedersächsische Kommunale Fördergesetz.
Die aufgestockte Projektagentur wird Kommunen künftig noch stärker bei der Beantragung von Fördermitteln unterstützen. Mit den zusätzlichen 150.000 Euro aus Landesmitteln soll das Vorhaben Prozesse beschleunigen und bürokratische Hindernisse verringern. Die Neuerungen gelten zunächst bis Ende 2027.






