05 May 2026, 22:40

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik: "Passivität gefährdet die Region"

Detailierte Landkartenposter der iranisch-sowjetischen Grenze mit Ländern, Grenzen, geografischen Merkmalen und zusätzlichen Textinformationen.

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik: "Passivität gefährdet die Region"

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und Außenexperte der Grünen, hat die deutsche Iran-Politik scharf kritisiert. Er warnt, dass die aktuellen Spannungen in der Straße von Hormus, wo iranische Streitkräfte zivile Frachtschiffe ins Visier genommen haben, ein inakzeptables Ausmaß erreicht hätten. Nouripour befürchtet zudem, dass das Fehlen einer Waffenruhe die Region zurück in einen offenen Konflikt treiben könnte.

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Nouripour wirft der Bundesregierung vor, gegenüber dem Iran eine passive Haltung einzunehmen – statt selbst gestaltend einzugreifen, reagiere Deutschland lediglich auf Ereignisse. Besonders kritisiert er Außenminister Johann Wadephul (CDU), dem er vorhält, auf die eskalierende Lage nicht entschlossener zu reagieren.

Die Situation in der Straße von Hormus hat sich besonders zugespitzt: Die Angriffe des Iran auf Handelsschiffe sorgen für ernste Besorgnis. Nouripour argumentiert, Teheran glaube nun, in Verhandlungen die Oberhand zu haben – was das Risiko weiterer Aggressionen erhöhe.

Um dem entgegenzuwirken, fordert er die europäischen Staaten, die direkt von der Krise betroffen sind, zum Handeln auf. Statt abzuwarten, bis andere aktiv werden, sollten sie seiner Meinung nach selbst mit eigenen Vorschlägen an den Verhandlungstisch zurückkehren, um die Lage zu entschärfen.

Nouripours Warnungen unterstreichen die wachsende Instabilität in der Region und die Notwendigkeit einer proaktiveren europäischen Reaktion. Ohne sofortige diplomatische Bemühungen, so seine Mahnung, könnte das Fehlen einer Waffenruhe zu einer erneuten Kriegsspirale führen. Seine Kritik macht deutlich, wie dringend Deutschland und seine Verbündeten ihre Iran-Strategie überdenken müssen.

Quelle