NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen bundesweit
Artur HofmannNRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen bundesweit
Nordrhein-Westfalen treibt die Einführung eines gesetzlichen Mutterschutzes für selbstständige Frauen in ganz Deutschland voran. Die Landesregierung hat ihre Forderung erneuert – gestützt durch eine Machbarkeitsstudie und ein breites Bündnis von Unterstützern. Derzeit bringen jährlich rund 27.000 selbstständige Frauen Kinder zur Welt, ohne denselben Schutz wie Angestellte zu genießen.
Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat nun konkrete Vorschläge vorgelegt. Ihr Plan sieht eine einmalige, pauschale Lohnersatzleistung während der Mutterschutzzeit vor. Diese Ideen basieren auf einer vom Land finanzierten Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse im Juli vorgestellt werden sollen.
Bei einer kürzlichen Veranstaltung in Berlin trafen sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Organisiert vom Wirtschaftsministerium, stand das Treffen im Zeichen von Strategien zur Umsetzung des Mutterschutzes. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als berufliches Risiko betrachtet werden dürfe.
Nordrhein-Westfalen hat in dieser Frage eine Vorreiterrolle übernommen: Das Land initiierte eine Bundesratsinitiative, gab die Machbarkeitsstudie in Auftrag und schuf ein weitreichendes Unterstützernetzwerk.
Die Vorschläge zielen darauf ab, eine Schutzlücke für tausende selbstständige Frauen zu schließen. Bei einer Umsetzung würden sie finanzielle Sicherheit während der Mutterschutzzeit bieten. Der nächste Schritt ist die offizielle Veröffentlichung der Studienergebnisse im kommenden Monat.






