PETA enthüllt grausame Misshandlungen im Zoo Wuppertal – Elefanten als "Turngeräte" gedemütigt
Joseph KreuselPETA enthüllt grausame Misshandlungen im Zoo Wuppertal – Elefanten als "Turngeräte" gedemütigt
Die Tierrechtsorganisation PETA hat erschütternde Videoaufnahmen aus dem Zoo Wuppertal veröffentlicht. Die zwischen Mai und Juli 2018 gedrehten Clips zeigen Pfleger, die Elefanten zwingen, für Fotos Positions zu beziehen und Kunststücke vorzuführen. Experten verurteilen diese Behandlung mittlerweile als missbräuchlich und ausbeuterisch.
Die Aufnahmen zeigen, wie Elefanten während des Trainings und bei Waschvorgängen mit Bullenhaken gestochen werden. In einer Szene zieht ein Pfleger kräftig an den Stoßzähnen eines Tieres. Ein weiterer Clip dokumentiert, wie ein Besucher auf dem Rücken eines Elefanten reitet, während Mitarbeiter das Tier anleiten.
Die Biologin und PETA-Expertin Dr. Yvonne Würz bezeichnete die Praktiken des Zoos als Behandlung von Elefanten wie "lebende Fotorequisiten" und "Turngeräte". Sie betonte, dass ein solches Training stets auf Gewalt und Zwang beruhe. Führende Fachleute sind sich einig, dass Elefanten nur durch körperlichen Druck zum Gehorsam gebracht werden können.
PETA hat den Zoo Wuppertal und die Stadt bereits mehrfach aufgefordert, diese Praktiken zu beenden. Die Organisation übermittelte zudem Beweismaterial an Oberbürgermeister Andreas Mucke und Stadtratsmitglieder, erhielt jedoch keine Antwort. Der Zoo profitiert jedoch weiterhin von Sonderveranstaltungen, bei denen Besucher engen Kontakt zu den Tieren haben.
PETA setzt sich nun für einen Wechsel zum sogenannten "Protected Contact" ein – ein System, bei dem Pfleger niemals denselben Raum wie die Elefanten betreten. Diese Methode gilt als deutlich sicherer und weniger stressig für die Tiere.
Die Videobeweise haben die Forderungen nach Veränderungen im Zoo Wuppertal neu entfacht. PETA besteht darauf, dass die Misshandlung umgehend beendet und Elefanten nicht länger für Unterhaltungszwecke eingesetzt werden dürfen. Die Organisation fordert die Verantwortlichen weiterhin auf, humane Managementrichtlinien für die verbleibenden Tiere umzusetzen.






