Petershausen erwartet 2026 die erste schwarze Null bei Wasser und Abwasser
Joseph KreuselPetershausen erwartet 2026 die erste schwarze Null bei Wasser und Abwasser
Petershausens kommunaler Versorger rechnet 2026 mit der finanziellen Wende
Die Wasser- und Abwasserdienste in Petershausen, die jahrelang Defizite verzeichneten, sollen ab 2026 erstmals Überschüsse erwirtschaften. Diese Entwicklung folgt auf jüngste Gebührenanpassungen sowie steigende Betriebskosten in ganz Bayern.
Zum Jahresbeginn wurden in Petershausen die Entgelte für Wasser und Abwasser erhöht. Die Erhöhungen decken rückwirkend die Fehlbeträge der vergangenen vier Jahre ab. Kommunale Versorger wie die Freisäu-Wasserversorgung passen ihre Preise in der Regel jährlich um 3 bis 5 Prozent an, um Inflation, Energiekosten und Investitionen in die Infrastruktur auszugleichen.
Ähnliche Trends zeigen sich in Nachbarcommunen wie Freising, Moosburg und Hallbergmoos. Dort sind die Wasserpreise seit 2021 von etwa 2,50 Euro pro Kubikmeter auf rund 3,00 Euro gestiegen. Auch die Abwassergebühren entwickelten sich vergleichbar – ein Spiegel der regionalen Kostenanpassungen.
Für 2026 prognostiziert der Petershausener Versorger allein aus der Wasserversorgung Einnahmen in Höhe von 110.000 Euro, die Abwasserentsorgung soll 250.700 Euro einbringen. Rechtlich müssen diese Leistungen langfristig kostendeckend sein, sodass die Gebühren die Betriebskosten decken.
Die erwarteten Überschüsse markieren einen Wendepunkt für die Wasser- und Abwasserdienste in Petershausen. Die erhöhten Gebühren, die ursprünglich zur Deckung früherer Defizite eingeführt wurden, sollen nun die Finanzen stabilisieren. Die Anpassungen spiegeln den allgemeinen Kostendruck wider, dem bayerische Kommunen in den letzten Jahren ausgesetzt sind.






