PGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodell für Pendler
Artur HofmannPGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodell für Pendler
PGIM, eine Tochtergesellschaft von Prudential Financial, plant den Einstieg in den deutschen Reihenhausmarkt. Damit deutet sich ein Wandel im Immobiliensektor des Landes an, wo institutionelle Investoren bisher nur selten Einfamilienhäuser im Blick hatten. Das Unternehmen will neu gebaute Objekte in Pendlerregionen rund um Großstädte entwickeln.
Die Strategie von PGIM setzt auf langfristige Vermietung statt auf den Verkauf der Häuser. Die monatlichen Mieten für die Reihenhäuser sollen zwischen 1.700 und 1.800 Euro liegen, was 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter entspricht. Die Baukosten werden auf 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter geschätzt.
Um die Entwicklung zu beschleunigen, prüft das Unternehmen den Einsatz modularer Bauweisen. Durch die Fokussierung auf Speckgürtel rund um Metropolen hofft PGIM, Mieter anzuziehen, die familiengerechten Wohnraum in Stadtnähe suchen. Dieser Ansatz schließt eine Marktlücke, da große Investoren traditionell vor Miet-Einfamilienhäusern zurückgeschreckt sind.
Auf dem deutschen Projektentwicklermarkt sind oft Vorverkäufe nötig, um Finanzierungen zu sichern. Das Engagement von PGIM könnte hier als Garant für einen Teil dieser Verkäufe wirken und Projekte attraktiver machen. Der Schritt spiegelt das wachsende Interesse institutioneller Akteure an Wohnimmobilien wider – über den klassischen Mehrfamilienhausbau hinaus.
PGIMs Einstieg in den Reihenhausmarkt könnte die Finanzierung und Entwicklung von Miet-Einfamilienhäusern in Deutschland verändern. Mit modularer Bauweise und langfristigen Mietverträgen will das Unternehmen die Nachfrage in Pendlerregionen bedienen. Sollte das Modell Erfolg haben, könnten weitere institutionelle Investoren nachziehen.






