Rekordwahlbeteiligung in Wiesbaden: CDU dominiert Sonnenberg, Grüne legen in der Innenstadt zu
Lilian BarthRekordwahlbeteiligung in Wiesbaden: CDU dominiert Sonnenberg, Grüne legen in der Innenstadt zu
Wiesbadens Kommunalwahlen verzeichneten einen deutlichen Anstieg der Wählerbeteiligung – die Wahlbeteiligung stieg auf 48,1 %. Das entspricht einem Plus von 8 Prozentpunkten im Vergleich zu den Wahlen 2021. Im Stadtteil Sonnenberg sicherte sich die CDU eine klare Führung, während die Grünen in den städtischen Gebieten der Stadt deutliche Zugewinne verbuchen konnten.
Sonnenberg verzeichnete mit 70,6 % eine besonders hohe Wahlbeteiligung, die den stadtweiten Durchschnitt deutlich überstieg. Von 29.336 gültigen Stimmen wurden rund 3,6 % der Stimmzettel als ungültig gewertet.
Die CDU dominierte in Sonnenberg mit 46,6 % der Stimmen. Stefan Bauer führte die Liste der Partei mit 3.429 Stimmen an, gefolgt von Michael Hofmeister und Dr. Arno Grau. Die Grünen erreichten mit 19,1 % den zweiten Platz, knapp vor der SPD mit 18,2 %. Ihre Spitzenkandidat:innen – Claudia Krafczyk, Petra Bermes und Jochen Klauenflügel – schnitten ebenfalls stark ab.
Die FDP kam in Sonnenberg auf 15,1 % der Stimmen, wobei Alexander Winkelmann mit 749 persönlichen Stimmen die meisten Direktmandate erhielt. Die Freien Wähler erhielten hingegen nur 1,0 % der Unterstützung im Stadtteil.
Über Sonnenberg hinaus führten die Grünen in zentralen innerstädtischen Bezirken wie Westend/Bleichstraße und Mitte. Die SPD hingegen erzielte ihre besten Ergebnisse in Stadtteilen wie Klarenthal und Amöneburg und bestätigte damit ihre starke Position aus den Kommunalwahlen 2021.
Der Sieg der CDU in Sonnenberg steht im Kontrast zum Erfolg der Grünen in Wiesbadens Innenstadtbezirken. Angesichts des deutlichen Anstiegs der Wahlbeteiligung spiegeln die Ergebnisse verschobene politische Präferenzen in den verschiedenen Stadtteilen wider. Die endgültige Auszählung bestätigt die Vorherrschaft der CDU in vielen Gebieten, während die Grünen und die SPD in bestimmten Teilen der Stadt ihre Hochburgen behalten.