Revolution in der Bauindustrie: Leipzig testet kohlenstofffaserverstärkten Beton im Großmaßstab
Joseph KreuselRevolution in der Bauindustrie: Leipzig testet kohlenstofffaserverstärkten Beton im Großmaßstab
Ein großes neues Projekt will die Betonproduktion revolutionieren, indem es die Technologie für kohlenstofffaserverstärkten Beton in den industriellen Maßstab überführt. Unter der Leitung des Leipziger Unternehmens Kahnt & Tietze GmbH vereint die Initiative Forscher der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und der TU Dresden. Das Vorhaben erhält rund 14 Millionen Euro Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
Das unter dem Namen C-Factory bekannte Projekt wurde offiziell im CUBE-Gebäude auf dem Campus der TU Dresden gestartet. Ziel ist es, kohlenstofffaserverstärkten Beton aus der Forschung in die Serienproduktion zu überführen. In den nächsten vier Jahren soll in Leipzig eine Pilotanlage errichtet und in Betrieb genommen werden.
Kohlenstofffaserverstärkter Beton bietet deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichem stahlbewehrtem Beton: Er ermöglicht schlankere, leichtere und langlebigere Bauteile und reduziert gleichzeitig den Bedarf an Zement, Kies und Sand. Im Vergleich zu heutigen Verfahren könnte die Technologie den Ressourcenverbrauch um bis zu 80 Prozent senken.
Das Projekt läuft bis Ende 2029 und sieht vor, dass Forscher und Ingenieure den Produktionsprozess weiter optimieren. Bei Erfolg könnte die Innovation die Bauindustrie verändern – durch nachhaltigere und kostengünstigere Gebäude.
Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt hin zur industriellen Fertigung von kohlenstofffaserverstärktem Beton. Mit 14 Millionen Euro Bundesförderung wird die Pilotanlage in Leipzig die Technologie testen und verfeinern. Langfristig könnte dies zu leichteren, stabileren und deutlich ressourcenschonenderen Gebäuden in ganz Deutschland führen.






