14 March 2026, 06:47

Simone Oldenburg führt die Linke in MV als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl

Ein Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen zur Partei.

Linke richtet Landeswahlkampf auf - Simone Oldenburg führt die Linke in MV als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl

Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern hat die Bildungsministerin Simone Oldenburg zur Spitzenkandidatin für die anstehende Landtagswahl gekürt. Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Partei weiterhin stabile Zustimmungswerte verzeichnet – eine Infratest-dimap-Erhebung vom Januar sieht sie bei 12 Prozent. Bisher haben sich keine weiteren Bewerberinnen oder Bewerber gefunden, die Oldenburg die Führung streitig machen könnten.

Oldenburgs Nominierung wird auf dem Parteitag in Rostock offiziell bestätigt, wo die Delegierten auch die übrige Kandidatenliste finalisieren werden. Dabei muss die Reihenfolge ein striktes Geschlechterparitätsgesetz von 50 Prozent einhalten. Bei der Landtagswahl 2021 hatte die Linke 9,9 Prozent der Stimmen geholt und damit neun Sitze im Schweriner Landtag errungen.

Ein aktuelleres Forsa-Barometer vom 19. Februar deutet darauf hin, dass die Partei bei der Wahl am 20. September auf 11 Prozent kommen könnte. Dies passt zu einem Trend steigender Wahlbeteiligung in der Region: Die Beteiligung kletterte von rund 61 Prozent im Jahr 2016 auf 70,8 Prozent 2021.

Faktoren wie politische Polarisierung, der wachsende Einfluss der AfD und wirtschaftliche Sorgen könnten die Wahlbeteiligung in diesem Jahr prägen. Die nächste reguläre Landtagswahl steht zwar erst 2026 an, doch die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 könnten ebenfalls das Wählerverhalten beeinflussen.

Oldenburgs Kandidatur fällt in eine Phase, in der die Linke in den Umfragen stabil bleibt. Wie die Partei im September abschneidet, wird zeigen, ob sie ihr Ergebnis von 2021 halten oder sogar ausbauen kann. Der Parteitag in Rostock wird die endgültige Kandidatenliste festlegen, bevor der Wahlkampf beginnt.

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