13 April 2026, 10:21

Spahn fordert Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zur Entlastung der Ärmsten

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Spahn fordert Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zur Entlastung der Ärmsten

Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abzuschaffen. Mit diesem Schritt soll die finanzielle Belastung einkommensschwacher Haushalte gemildert werden, während die Inflation weiter steigt. Derzeit unterliegen lebenswichtige Lebensmittel einem Steuersatz von sieben Prozent, während die meisten anderen Waren mit 19 Prozent besteuert werden.

Spahn brachte den Vorschlag als Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets ein, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu bekämpfen, die unter anderem durch den Konflikt im Iran mitverursacht werden. Er argumentierte, dass die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf alltägliche Grundgüter als sozialer Ausgleich wirken würde. Haushalte mit geringem Einkommen geben einen größeren Teil ihres Verdienstes für Lebensmittel aus, weshalb sie von der Steuerentlastung besonders profitieren würden. Zudem verwies er darauf, dass Mieten bereits mehrwertsteuerfrei seien – die Befreiung von Lebensmitteln wäre daher ein logischer nächster Schritt.

Innerhalb der Koalition werden derzeit verschiedene Reformvorschläge zur Mehrwertsteuer diskutiert. Eine Option sieht vor, den regulären Mehrwertsteuersatz anzuheben, um das Haushaltsdefizit des Bundes auszugleichen. Spahn räumte ein, dass es aus wirtschaftlicher Sicht Gründe für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer gebe, erkannte jedoch auch die politischen Hürden eines solchen Schrittes an.

Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der die Inflation die Haushaltsbudgets weiter belastet. Durch die Steuersenkung auf Grundgüter könnte die Regierung Spahn zufolge gezielt dort Entlastung schaffen, wo sie am dringendsten benötigt wird.

Der Plan zur Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wird innerhalb der Koalition weiter beraten. Sollte er umgesetzt werden, würden sich die Kosten für den täglichen Einkauf verringern, während der Haushalt möglicherweise durch andere Steueranpassungen ausgeglichen werden könnte. Die endgültige Entscheidung hängt von den Verhandlungen über umfassendere steuerpolitische Reformen ab.

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