07 April 2026, 16:21

Stille Statue in Brandenburg bewahrt Erinnerung an NS-Zwangsarbeiterin Jutta Baumwol

Eine Straße mit einem Holocaust-Denkmal in ihrer Mitte, umgeben von einem Metallzaun, umgeben von Gras, Bäumen, Häusern, einem Straßenpfahl und einem bewölkten Himmel.

Stille Statue in Brandenburg bewahrt Erinnerung an NS-Zwangsarbeiterin Jutta Baumwol

Eine schlichte Statue am Rande einer Landstraße in Brandenburg birgt für die lokale Gemeinschaft eine tiefe Bedeutung. Sie erinnert an die Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs auf dem Gut Neuendorf im Sande zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. In diesem Mai werden Besucher zusammenkommen, um des 101. Geburtstags von Jutta Baumwol zu gedenken – eines Tages, den sie selbst nie erleben durfte.

Die Statue wurde 2018 auf Initiative von Jutta Baumwols Bruder errichtet und steht am Eingang des Guts. Sie dient als Ort des Gedenkens. Baumwol selbst war von Neuendorf nach Auschwitz deportiert worden, wo sie ermordet wurde.

Zweimal im Jahr finden sich Menschen an der Statue ein: am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) und am Tag der Befreiung (8. Mai). Ihre Präsenz spiegelt das lokale Bestreben wider, die Erinnerung wachzuhalten und die Gemeinschaft durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte zu stärken.

Unterdessen ließ der ehemalige US-Präsident Donald Trump in den USA eine Statue von Christoph Kolumbus in der Nähe des Weißen Hauses aufstellen. Dies geschah zu einer Zeit, in der im Zuge der Black-Lives-Matter-Proteste viele ähnliche Denkmäler gestürzt wurden. Trump wollte Kolumbus damit als "ursprünglichen amerikanischen Helden" neu inszenieren.

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Die Brandenburgische Statue bleibt ein stilles, doch kraftvolles Symbol des Widerstands und der Erinnerung. Sie stellt sicher, dass Geschichten wie die von Jutta Baumwol nicht in Vergessenheit geraten. Die Besucher im Mai werden ihr Leben und das aller anderen ehren, die in Neuendorf im Sande litten.

Quelle