Stögers Traumtor im 200. Bundesliga-Spiel beflügelt Gladbachs Hoffnung
Lilian BarthStögers Traumtor im 200. Bundesliga-Spiel beflügelt Gladbachs Hoffnung
Kevin Stöger bescherte Borussia Mönchengladbach mit einem atemberaubenden Freistoß gegen den FC St. Pauli einen magischen Moment. Sein erstes Saisonspieltor fiel in seinem 200. Bundesliga-Auftritt – und markierte zugleich eine persönliche Wende nach monatelangen Spekulationen über seine Zukunft beim Verein.
Der österreichische Mittelfeldspieler hatte in der ersten Saisonhälfte mit Formschwächen zu kämpfen. Gerüchte über einen Wechsel im Winter machten die Runde, doch Stöger biss sich durch, kämpfte sich zurück in die Startelf. Seine Beharrlichkeit zahlte sich am 26. Spieltag aus, als er sich etwa 25 Meter vor dem Tor zum Freistoß bereitstellte.
Der Ball zog perfekt ins obere linke Eck, ohne dass der gegnerische Torhüter auch nur eine Chance hatte. Selbst die Spieler des FC St. Pauli blieben für einen Moment stehen, um die Qualität des Schusses anzuerkennen. Es war das erste direkte Freistoßtor der Gladbacher seit Lars Stindls Treffer gegen Eintracht Frankfurt im Dezember 2020.
Hinter den Kulissen hatte Stöger mit Co-Trainer Guido Streichsbier zusätzlich an seiner Standardsituationstechnik gefeilt. Abseits des Platzes verzichtete er auf Ablenkungen, meldete sich bei Instagram ab, um sich ganz auf den Fußball zu konzentrieren. Trainer Eugen Polanski lobte später seine Entschlossenheit und bezeichnete das Tor als "Belohnung für harte Arbeit und Professionalität".
Der Treffer beendete Stögers lange Torflaute und gab sowohl dem Spieler als auch der Mannschaft einen dringend benötigten Auftrieb. Sein 200. Bundesliga-Einsatz wird nun mit einem Tor in Erinnerung bleiben, das sein Können und seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis stellte. Für Gladbach war es ein seltener Lichtblick in einer Saison, in der Standardsituationstore Mangelware waren.