Südwestdeutschland kämpft seit drei Jahren mit schwacher Wirtschaftsleistung
Siglinde WerneckeSüdwestdeutschland kämpft seit drei Jahren mit schwacher Wirtschaftsleistung
Südwestdeutschland leidet seit drei Jahren unter anhaltendem Wirtschaftsschwung
In den vergangenen drei Jahren hat Südwestdeutschland einen anhaltenden wirtschaftlichen Abschwung erlebt. Aktuelle Zahlen zeigen die Schwierigkeiten der Region, deren Wirtschaftsleistung hinter der Mehrheit der anderen Bundesländer zurückbleibt. Trotz ihrer Größe erbrachte die Region im Jahr 2022 Waren und Dienstleistungen im Wert von 667,1 Milliarden Euro – fast 15 Prozent der deutschen Gesamtwirtschaftsleistung.
Bei der Wirtschaftsleistung landete die Region auf dem vorletzten Platz unter allen Bundesländern. Nur das Saarland schnitt mit einem Rückgang von 0,9 Prozent noch schlechter ab. Baden-Württemberg selbst lag unter dem bundesweiten Durchschnitt und setzte damit den Trend schwachen Wachstums seit 2021 fort.
Gemischte Bilanz in den Schlüsselbranchen Die Industrie verzeichnete einen realen Rückgang um 2,6 Prozent, während auch der Bausektor schrumpfte. Ein kleiner Lichtblick waren die Dienstleistungsbranchen, deren Leistung um 0,4 Prozent stieg.
In anderen Teilen Deutschlands verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit einem Plus von etwa 1,4 Prozent das stärkste Wachstum. Zuverlässige Daten zu den Arbeitslosentrends in Baden-Württemberg seit 2021 liegen jedoch nicht vor, da aktuelle Berichte sich auf themenfremde Politikdokumente und Wahlprognosen konzentrieren.
Drei Jahre schwache Konjunktur Baden-Württembergs Wirtschaft hat nun drei Jahre in Folge unterdurchschnittlich abgeschnitten. Während Industrie und Baugewerbe schrumpften, verzeichneten die Dienstleistungen nur bescheidene Zuwächse. Mit einer Wirtschaftsleistung von 667,1 Milliarden Euro bleibt die Region zwar ein wichtiger Wirtschaftsmotor Deutschlands – doch sie hat Mühe, mit den meisten anderen Bundesländern mitzuhalten.






