Tausend Menschen fordern in Berlin mehr Barrierefreiheit und Inklusion
Joseph KreuselTausend Menschen fordern in Berlin mehr Barrierefreiheit und Inklusion
Hunderte Demonstranten zogen am Samstag durch Berlin, um sich für stärkere Rechte von Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Die von einem Bündnis aus Sozialverbänden und Behindertenrechtsorganisationen organisierte Kundgebung forderte verbindliche gesetzliche Vorgaben zur Barrierefreiheit. Zu den Rednern zählten sowohl prominente Politiker als auch Aktivisten.
Der Marsch startete am Brandenburger Tor und führte in Richtung Rotes Rathaus. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 1.000 Personen. Zu den angekündigten Rednern gehörten Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) sowie Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow (Linke), neben mehreren Abgeordneten.
Auf der Abschlusskundgebung kündigten die Veranstalter an, eine Petition für strengere Barrierefreiheitsgesetze einzureichen. Die Demonstration fand nur wenige Tage vor der ersten Lesung der geplanten Reformen des Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag statt, die für Donnerstag angesetzt ist.
Die Kundgebung unterstrich den wachsenden Druck für bessere Inklusionsmaßnahmen. Veranstalter und Teilnehmer erwarten nun die Reaktion des Bundestags auf die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen. Sollte die Petition angenommen werden, könnte dies zu einer strengeren Durchsetzung von Barrierefreiheitsstandards in ganz Deutschland führen.






