Volker Wissing fordert FDP-Neuausrichtung nach Parteiaustritt und Kritik an Dürrs Kurs
Lilian BarthVolker Wissing fordert FDP-Neuausrichtung nach Parteiaustritt und Kritik an Dürrs Kurs
Volker Wissing, ehemaliges Mitglied der Freien Demokratischen Partei (FDP), hat seine Partei aufgefordert, ihre politische Ausrichtung neu zu definieren. Seine Äußerungen erfolgen, nachdem er die FDP nach dem Scheitern von Bundeskanzler Olaf Scholz' Ampelkoalition verlassen hatte.
Wissing war zuvor Generalsekretär der FDP gewesen, bevor er als Minister in die Bundesregierung eintrat. Nach seinem Parteiaustritt blieb er als Parteiloser in der Regierung. Nun kritisiert er, die FDP bewege sich unter ihrem aktuellen Vorsitzenden Christian Dürr auf einen "libertären Kurs" zu – die Partei jage damit Trends hinterher, statt sich an Prinzipien zu orientieren.
Wissing stellte infrage, welche Zukunftsperspektive die FDP den Wählern überhaupt noch bieten wolle. Zudem argumentierte er, die Rechtsverschiebung der Partei habe bisher keinen Wahl-Erfolg gebracht. Der nächste FDP-Vorsitzende wird auf dem Parteitag im Mai gewählt, wobei Dürr Herausforderer Henning Höne gegenübersteht.
Der innerparteiliche Machtkampf wird über den künftigen Kurs der FDP entscheiden. Wissings Kritik unterstreicht die internen Spannungen über Strategie und Identität der Partei. Eine Entscheidung über die neue Führung wird in den kommenden Wochen erwartet.






