Warum immer mehr Hobbygärtner auf Bio-Dünger umsteigen – trotz stabiler Preise
Joseph KreuselWarum immer mehr Hobbygärtner auf Bio-Dünger umsteigen – trotz stabiler Preise
Seit der Pandemie und der Energiekrise durch den Ukraine-Krieg steigen immer mehr Hobbygärtner auf Bio-Dünger um. Die gestiegenen Preise für synthetische Alternativen treiben viele in Richtung natürlicher Produkte. Trotz der wachsenden Nachfrage bleiben die Preise im Gartensortiment jedoch vorerst stabil.
Die Nachfrage nach organischen Produkten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Laut Stephan Engster, Vorstandsvorsitzender von Compo, wächst der Bio-Bereich mittlerweile zwei- bis dreimal schneller als der konventionelle Markt. Sein Unternehmen bietet bereits für zwei Drittel seines Sortiments an Boden- und Pflanzpflege Bio-Optionen an.
Synthetische Düngemittel könnten im nächsten Jahr noch teurer werden. Engster warnte, dass der Konflikt im Iran die Kosten weiter in die Höhe treiben könnte. Derzeit kostet ein Liter flüssiger Mineraldünger im Handel etwa 12 Euro, doch der Preis könnte bald auf 13 oder 14 Euro steigen.
Lieferkettenprobleme verschärfen die Situation zusätzlich. Die stark gestiegenen Dieselpreise machen Transport teurer und unzuverlässiger. Trotz dieser Herausforderungen sind die meisten synthetischen Dünger weiterhin erhältlich. Die Hersteller hatten die Rohstoffe für diese Saison bereits gesichert, wodurch sich Preiserhöhungen im Handel verzögern.
Der Trend zu Bio-Düngern zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Höhere Kosten für synthetische Produkte und anhaltende Lieferengpässe verändern die Gepflogenheiten im Gartenbau. Fürs Erste finden Gärtner noch die meisten Produkte – doch weitere Preisanstiege könnten bevorstehen.






