07 May 2026, 16:35

Weißstörche in Hessen gefährden Stromnetze und Bahnverkehr durch Nester

Zwei Weißstörche auf einem Nest auf einer Strommast sitzen, mit einer Straßenlaterne, die sie beleuchtet und Drähte, die entlang des Mastes verlaufen.

Weißstörche in Hessen gefährden Stromnetze und Bahnverkehr durch Nester

Weißstörche in Hessen sorgen für wachsende Probleme bei Energie- und Verkehrsbetrieben

Die Vögel nisten zunehmend auf Strommasten und Bahnanlagen, was Sicherheitsrisiken und kostspielige Schäden verursacht. In diesem Jahr hat sich das Problem besonders in den Landkreisen Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig verschärft.

Die Brutzeit der Weißstörche dauert von Anfang März bis Ende September. In dieser Zeit bauen die Tiere große Nester, die mitunter mehrere hundert Kilogramm wiegen. Dieses Gewicht kann Strommasten destabilisieren und das Risiko von Bränden oder Stromausfällen erhöhen.

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Netzbetreiber verzeichnen jährlich Millionenschäden durch Storchennester. Gleichzeitig sind auch die Vögel selbst durch Stromschlag gefährdet. Um das Problem einzudämmen, entfernen Unternehmen die Nester und bringen ballonartige Abschreckungsmittel an, um die Störche fernzuhalten. Auch windbetriebene Vorrichtungen an Masten haben sich als wirksam erwiesen, um die Tiere zu vertreiben.

Doch das Problem beschränkt sich nicht auf Stromleitungen. Störche bauen ihre Nester zunehmend auch auf Bahnanlagen und stellen so ein Sicherheitsrisiko für die Deutsche Bahn dar. Das Unternehmen arbeitet mit Naturschutzbehörden zusammen, um technische Schutzmaßnahmen und präventive Lösungen umzusetzen.

Die steigende Zahl der Weißstörche in Hessen führt zu mehr Nestern an kritischer Infrastruktur. Betreiber ergreifen zwar Gegenmaßnahmen, doch die Herausforderung bleibt beträchtlich. Ohne anhaltende Bemühungen wird die Gefahr für Vögel und Infrastruktur weiter bestehen.

Quelle