Wildunfälle und Raserei bleiben größte Gefahren im Landkreis Vorpommern-Rügen
Siglinde WerneckeWildunfälle und Raserei bleiben größte Gefahren im Landkreis Vorpommern-Rügen
Verkehrsunfälle im Landkreis Vorpommern-Rügen gingen 2025 leicht zurück – Wildunfälle bleiben Hauptursache
Im Jahr 2025 sank die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Vorpommern-Rügen leicht auf 8.194 registrierte Vorfälle. Trotz dieses Rückgangs blieben Zusammenstöße mit Wildtieren die häufigste Unfallursache. Unterdessen verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern einen besorgniserregenden Anstieg der Verkehrstoten: 94 Menschen kamen 2025 ums Leben – nach 93 im Jahr 2024 und 57 im Jahr 2023.
Wie das Polizeipräsidium Stralsund mitteilte, gab es 2025 sieben Verkehrstote in der Region, deutlich weniger als die 20 im Vorjahr. Unter Radfahrern gab es keine Todesopfer, allerdings waren 311 Unfälle mit Fahrradbeteiligung zu verzeichnen, bei denen 58 Personen schwer und 226 leicht verletzt wurden.
Vorfahrtsmissachtung war die häufigste Ursache für Unfälle mit Personenschaden, gefolgt von überhöhter Geschwindigkeit. Bei Kontrollen wurden fast 42.000 Tempoversöße festgestellt. Insgesamt führte 734 Unfälle zu Verletzungen – darunter 173 schwere und 772 leichte Fälle.
Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, beteiligte sich die örtliche Polizei 2025 an rund 320 Präventionsveranstaltungen. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, Risiken auf den Straßen zu verringern, insbesondere in Unfallschwerpunkten.
Die aktuellen Zahlen zeigen gemischte Trends in der Region: Während Vorpommern-Rügen weniger Unfälle und keine Radfahrertoten verzeichnete, stieg die Zahl der Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern zum zweiten Mal in Folge. Die Behörden setzen weiterhin auf Prävention, da Wildunfälle und Raserei nach wie vor zu den größten Gefahren im Straßenverkehr zählen.